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Der Kaiser selbst ließ sich kurz vor seinem Tode taufen. Er
hatte seinen Sitz von Trier nach der nach ihm benannten
Stadt Konstantinopel verlegt.
6. Die hl. Helena war die Mutter Konstantins und
von geringer Herkunft. Als ihr Gemahl Mitkaiser wurde,
hat er sie verstoßen. Nachdem aber Konstantin Kaiser ge—
worden war, berief er seine Mutter, die er innig liebte, an
seinen Hof nach Trier. Dort lebte sie längere Zeit. Ihr
Sohn verlieh ihr die Würde einer Kaiserin und das Recht,
Münzen mit ihrem Bildnis prägen zu lassen. Die hl. Helena
war sehr fromm und wohltätig. Ihren Palast schenkte sie
dem Bischof von Trier, der ihn zu einer Kirche (dem heutigen
Dom) einrichtete. Im hohen Alter machte sie eine Reise
nach dem Heiligen Lande, wo durch ihre Veranlassung das
Kreuz Christi aufgefunden wurde. Viele kostbaren Reliquien
brachte sie von da mit. Der trierischen Kirche schenkte sie
davon u. a. den heiligen Rock.
7. Das trierische Land kommt au das Franken⸗
reich. Während der Völkerwanderung hatte die Stadit
Trier viel zu leiden. Zunächst wurde sie von den Franken
niedergebrannt. Kaum war sie wieder aufgebaut, da wurde
sie von den Hunnen zerstört, als sie verheerend nach Gallien
zogen. Später haben die Franken das trierische Land
erobert. Sie lebten mit den unterworfenen Völkern in
Freundschaft und ließen ihnen auch den größten Teil des
eroberten Landes. Was sie für sich nahmen, wurde teils
Eigentum des Königs, teils wurde es unter die fränkischen
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einzelnen Königshöfen; auch im trierischen Lande gab es
solche (z. B. Trier, Pfalzel, Bitburg, Cröv u. a. Die
Franken siedelten sich auf dem Lande an; so entstanden
neue Dörfer (wie Croöb, Schweich, Piesport, Birresborn,
Clüsserath u. a.). Das dazu gehörige Land wurde unter
die Dorfinsassen verteilt. Jede Familie erhielt etwa
30 Morgen. Für die Verwaltung war das Land in Gaue
eingeteilt.
8. Das trierische Land kommt an Deutschland.
luf Karl den Großen folgte sein Sohn Ludwig der Fromme.