Full text : Heimatkunde des Regierungsbezirkes Trier und des Saargebietes

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gewaltige Mauer befestigt. Von den Toren darin ist die
Porta nigra (das schwarze oder Römertor) noch gut erhalten.
3. Die Aufänge des Christentums in Trier. Da⸗
Christentum wurde in Trier sehr früh eingeführt. Nach der
Legende geschah es durch drei Schüler des hl. Petrus,
nämlich Eucharius, Valerius und Maternus. Ihr Wort,
das Gott durch mehrere Wunder unterstützte, ühte eine
große Wirkung aus. Sehr viele ließen sich taufen. Das
dabei verbrauchte Ol vermischte sich mit dem Wasser des
vorbeifließenden Baches, der nebst dem daran liegenden
Dorfe noch heute Olewig (Elweg) heißt. Eucharius war
der erste Bischof von Trier.
4. Die trierischen Märtyrer. Im Jahre 286 kam
eine römische Heeresabteilung nach Trier. “Sie hieß nach
ihrer Heimat die thebäische Legion uͤnd bestand zum größten
Teil aus christlichen Soldaten. Der grausame römische
Stadtthalter von Trier, Riktius Varus, forderte sie auf,
vom Glauben abzufallen und den Göttern zu opfern. Weil
sie das nicht taten, wurden sie getötet. Das gleiche Schicksal
hatten an den beiden folgenden Tagen viele christlichen
Bürger der Stadt. Das Blut floß in Strömen zur Mosel,
die bis gegen Neumagen hin rot gefärbt war. Diese Begeben⸗
heiten werden durch die Wand⸗ und Deckengemälde in der
Paulinuskirche dargestellt.
5. Konstautin der Große. Der Kaiser Konstantin
regierte im Anfange des 4. Jahrhunderts (306 337). Er
wohnte längere Zeit in Trier, das er bedeutend vergrößerte
und verschönerte. Konstantin hatte einen Kampf zu be—
stehen mit Maxentius, der ihm die Herrschaft zu entreißen
suchte. Als er dem mächtigen Feinde entgegenzog, hatte
er eine wunderbare Erscheinung. Er sah — es soll bei
Neumagen gewesen sein — am Himmel ein strahlendes
Kreuz mit der Umschrift: „In diesem Zeichen wirst Du
siegen!“ Nach der Weifung Gottes ließ er das Kreuz auf
den Fahnen seines Heeres anbringen, und er gewann einen
glänzenden Sieg. Die Verfolgung der Christen hörte auf,
und diese durften ihre Religion frei ausüben. Das Christen⸗
tum breitete sich im trierischen Lande immer weiler nus.
            
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