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F49. Von den Sternen.
1. Was für Himmelskörper die Sterne siud. Die
Sterne stehen auch während des Tages am Himmel; wir
können sie jedoch nicht sehen, weil sie vor dem hellen Sonnen—
licht erblassen. An klaren Abenden treten sie allmählich
hervor, bis endlich der ganze Himmel mit dem funkelnden
Sternenheer besetzt ist. Die Sterne haben gleich unserer
Sonne ihr eignes Licht; darum funkeln sie. Sie sind nicht
alle gleich hell. Das kommt daher, weil ihre Größe und ihre
Entfernung von der Erde verschieden ist. Sie kommen uns
so klein vor, weil sie unermeßlich weit von uns entfernt sind;
jedoch sind die meisten viel größer als unsere Erde, ja ofit
noch größer als die Sonne. Die meisten Sterne behalten
Jahr und Tag dieselbe Stellung zu einander. Sie sind
gleichsam am Himmelsgewölbe festgeheftet und heißen
darum Fixsterne. Die Firsterne sind ent—
fernte Sonnen.
2. Wie wir uns am Sternhimmel zurechtsinden.
Die Zahl der Sterne ist ungeheuer groß. Mit bloßem Auge
kann man etwa 2000 sehen. Aber mit einem guten Fern⸗
rohr erblicken wir Millionen von Sternen. Um sich unter
den unzähligen Sternen zurechtzufinden, hat man ganze
GBruppen zu Sternbildern zusammengefaßt, die
immer die gleiche Gestalt haben. Das bekanntesie Sternbild
ist der aus sieben Sternen bestehende Himmelswagen
oder der Große Bär. (Anzeichnen) Verlängert man
die Achse der Hinterräder etwa um das Fünffache nach
rechts, so trifft man auf den Polarstern, der stets an
derselben Stelle des Himmels zu finden ist. Er gibt uns die
Nordrichtung an. Der Polarstern bildet zugleich die Deichsel⸗
spitze des Kleinen Wagens oder des Kleinen
Bären, der eine ähnliche Gestalt hat wie der vorige. Ein
anderer bekannter Stern ist der Abendstern, der oft
in der Nähe der untergehenden Sonne steht. Der helle
Streifen, der wie ein weißes Band am nächtlichen Sternen⸗
himmel hinzieht, besteht aus unendlich vielen, riesigweit
entfernten Sternen. Man nennt ihn die Milchstraße.