Full text : Heimatkunde des Regierungsbezirkes Trier und des Saargebietes

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Sonne von nun an täglich wieder etwas weniger nach Norden
zu und daher später aufgeht und ebenso weniger nach Norden
zu und somit früher untergeht, nehmen die Tagbogen all⸗
mählich ab, und die Tage werden kürzer. Der Sommer
dauert bis zum 23. September.
Im Sommer ist die Hitze oft drückend. Die Abende
bringen erquickende Kühle und die kurzen Nächte, in denen
Abend- und Morgendämmerung nur wenig auseinander—
liegen, labenden Tau. Viele Früchte reifen. Das Gras
wird gemäht und das Getreide geerntet. An schwülen
Sommertagen entladen sich auch schwere Gewitter, welche
die Luft abkühlen und die matte Pflanzenwelt neu be—
leben, aber auch leicht gefährlich werden können.
3. Herbst. Am 23. September durchläuft die Sonne
wieder dieselbe Bahn wie am 21. März. Sie geht wieder
genau im Osten auf und im Westen unter; Tag und Nacht
sind wieder gleich lang. Der Her b st hat seinen Anfang
genommen. Der 23. September ist daher der Tag der
Herbst-Tag- und Nachtgleiche, wogegen der
d1. März die Zeit drFrühlings-Tag- und Nachtgle
 iche ist. Nach dem 23. September entfernt sich der
Tagbogen der Sonne weiter nach Süden,; sie geht später
auf und früher unter und steigt mittags nicht mehr so hoch
als im Sommer. Die Tage nehmen ab, die Nächte aber zu.
Der Herbst dauert bis zum 21. Dezember.
Im Herbst fallen die Sonnenstrahlen schräger zur Erde,
daher nimmt die Wärme stetig ab. Regen, Sturmwind
und dichter Nebel sind häufige Erscheinungen. Die Blumen
sind vengwnden Das Laub wird gelb und fällt ab. Die
kahlen Aste werden vom rauhen Herbstwind umsaust. Die
muͤntern Sänger verlassen uns. Dennoch ist der Herbst
eine segensreiche Zeit, in welcher der Landmann noch
zahlreiche Früchte erntet und Scheune, Keller und Speicher
mit köstlichen Gaben füllt.
4. Wiuter. Am 21. Dezember, dem Beginn des
Winters, liegt die Sonnenbahn am weitesten nach
Süden. Die Sonne geht erst um 8 Uhr auf und bereits
um 4 Uhr unter; daher haben wir den kürzesten Tag und

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