Full text : Heimatkunde des Regierungsbezirkes Trier und des Saargebietes

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gekehrt. Am 21. März und am 23. September sind Tag—
und Nachtbogen (also auch Tag und Nacht) gleich.

847. Die Jahreszeiten.
1. Frühling. Die Sonne wandert nicht täglich den—
selben Weg am Himmel. Ihre Tageskreise liegen vielmehr
wie die Windungen einer Spirale nebeneinander. Am
21. März geht die Sonne um 6 Uhr morgens genau im
Osten auf und um 6 Uhr abends im Westen unter. Tag
und Nacht sind also an diesem Tage gleich lang und dauern
je 12 Stunden. Von nun an wird der Tagbogen immer
größer; die Sonne geht täglich etwas früher und weiter
nach Norden zu auf und ebenso etwas später und weiter
nach Norden zu unter. Gleichzeitig erhebt sie sich täglich
etwas höher am Himmel. Das hält an bis zum 21. Juni.
An diesem Tage geht die Sonne am frühesten (4 Uhr) und
am weitesten nach Norden zu auf und am spätesten (8 Uhr)
und am weitesten nach Norden zu unter; mittags steht sie
am höchsten im ganzen Jahr. Die Zeit vom 21. März bis
zum 21. Juni heißt Frühling.
Die Tage nehmen zu. Schnee und Eis schmelzen.
Frisches Grün sproßt aus der Erde. An den Bäumen und
Sträuchern brechen Blätter und Blüten hervor. Vielfarbige
Blumen schmücken die neubelebte Erde. Die gefiederten
Sänger sind aus dem Süden zurückgekehrt, um ihre lieb—
lichen Weisen zu singen und Nester zu bauen. Die Tiere
erwachen aus ihrem Winterschlaf. Die Kinder spielen im
Freien. Der Landmann nimmt seine Feldarbeit wieder auf.
2. Sommer. Am 21. Juni ist der Tagbogen am
längsten und der Nachtbogen am kürzesten. Während die
Tageslänge jetzt 16 Stunden beträgt, dauert die Nacht nur
8 Stunden. Die Sonne steht fast senkrecht über uns und
sendet ihre heißen Strahlen zur Erde. Mit dem genannten
Tage beginnt der Sommer. Nach dem 21. Juni rückt
die Sonne nicht mehr weiter nach Norden vor, sie wendet
sich nach Süden zurück. Darum nennt man diesen Zeit—
punkt die Slommer-Sonnenwende. Weil die
            
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