Full text : Die Bergschäden im Saarrevier

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unter den Winkel von 609 herabgehen, da die Einwirkungen
 der Abbaue in der Regel an Sprüngen, welche
ihnen zufallen, ihr Ende erreichen.
31. Ueber einem Abbaufelde, bis nahe an seine Ränder hin,
in dem Felde der Pressungen, findet ein mehr gleichmäßiges
 Niedergehen der Schichten statt. In diesem
Teile sind die Schollenverschiebungen gering.
An den Rändern des Abbaufeldes und darüber hinausgehend,
 bis zu Böschungswinkeln von ungefähr 70°
in dem Felde der Zerrungen und Schiebungen, findet
ein sehr ungleichmäßiges Niedergehen der Schichten
statt. Hier treten oft Schollenverschiebungen von grö-Berem
 Ausmaße auf. Die größte bis jetzt durch
Messungen festgestellte Verschiebung beträgt 2 m.
33. Durch solche Schollenverschiebungen werden Grundstücke
 aus ihren katastermäßigen Grenzen gebracht
und auch die auf ihnen ruhenden Anlagen und Bauwerke
 mitverschoben, so daß in einzelnen Fällen eine
zenaue katastermäßige Grenzwiederherstellung gar
nicht mehr durchzuführen ist.
34. Diese Schollenverschiebungen haben natürlich auch
eine Verschiebung der Festpunkte der Landesaufnahme
 wie auch der markscheiderischen Festpunkte
über Tage und in der Grube im Gefolge, so daß oft im
weiten Umkreis von Grubenanlagen Dreiecks-Polygon
 - Nivellements- und sonstige Vermessungspunkte
keinen sicheren Anschluß mehr bieten und oft von weiten
 Erstreckungen her, von außerhalb der in Betrieb
stehenden Baufelder belegenen Festpunkten, neue Zuverlässige
 Bestimmungen nach dem Grubenfelde hin
erfolgen müssen.
Die größte durch Nivellements bestimmte Senkung
eines Punktes an Tage beträgt z. Zt. 12 m. Sie vollzog
 sich in 28 Jahren.
Bauwerke, die mitten über einem größeren Abbaufelde
liegen, sinken oft gleichmäßig mit der Erdoberfläche
ein und erleiden hierbei keine größeren Schäden. Es
sind Fälle bekannt, bei denen Häuser sich über 7 m gesenkt
 haben, ohne daß sie verankert zu werden brauchten.
 Während dieser Senkungszeit. die in 18 Jahren
erfolgte, waren die Häuser stets bewohnt.

35.
            
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