Full text : Die Bergschäden im Saarrevier

ungefähr 10 bis 15 Jahre. In der Regel sind nach 10
Jahren meßbare Senkungen nicht mehr festzustellen.
Sind die Auswirkungen eines Abbaues noch nicht beendet
 und es findet unter dem betr. Gelände ein neuer
Flözabbau statt, so beeinflussen die von diesem Abbau
ausgehenden Auswirkungen, die noch bestehenden des
alten Abbaues, die natürlich dann einen anderen Verlauf
 nehmen und mit denen des neuen Abbaues zusammenfallen.
 Die Zeit, in der die gesamten Auswirkungen
 zur Ruhe kommen, rechnet dann von der Beendigung
 des neuen Abbaues ab.
Die größte Senkung an Tage tritt in der Regel in der
Mitte des Abbaufeldes auf; sie folgt dem fortschreitenden
 Abbau bis nahe an dessen Grenzen und nimm!
dann, darüber hinausgehend, bis zu einer bestimmten
Grenzlinie schnell ab.
27. Die über einem größeren Abbaufelde liegenden Gebirgsschichten
 werden in mehr oder minder große
Schollen zerbrochen, die in dem Bestreben. nach dem
Schwerpunkt des Abbaues abzugleiten, ihre gegenseitigen
 Lagen ändern, wodurch Pressungen und Zerrungen
 bezw. Schiebungen im Gebirge entstehen.
Die Pressungen äußern sich allgemein über dem Abbaufelde,
 die Zerrungen bezw. Schiebungen an dessen
Rändern.
In einem sprungfreien Felde äußern sich die letzten
meßbaren Einwirkungen eines Abbaues nach allen
Seiten, über dessen Grenzen hinausgehend bis zu
Böschungswinkeln von ungefähr 609%, wobei unter
Böschungswinkel der Winkel zu verstehen ist, dessen
Schenkel lotrecht auf der Abbaugrenze stehen und von
dem der eine Schenkel in der Horizontalen liegt, während
 der andere die Verbindungslinie von der Äbbaugrenze
 in der Grube nach dem äußersten meßbaren
Senkungspunkt an Tage bildet.
Bei Winkeln unter 60° sind noch keine meßbaren
Senkungen der Erdoberfläche mit Sicherheit beobachtet
 worden.
Liegen jedoch an den Grenzen der Abbaufelder größere
Sprünge, so können je nach deren Einfallen, die
Böschungswinkel gleich den KEinifallwinkeln der
Sprünge werden und demnach unter Umständen auch

25.
            
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