Full text : Die Bergschäden im Saarrevier

ten, vielleicht auch durch gegenseitige Verschiebungen von Gebirgsschollen
 hervorgerufen worden ist.
Vereinzelt haben sich in Buntsandstein-Ueberlagerungen
erst in 5 bis 8 Jahren nach beendetem Abbau Erdspalten an
Tage, auch trichterförmige Einsenkungen von 2 bis 3 m Durchmesser,
 nahe der Grenzen der Abbaufelder gebildet.
Einwirkungen der Grubenbaue in Buntsandstein-Ueberlagerungen
 unter einem Böschungswinkel von 609 sind bis jetzt
noch nicht beobachtet worden.

Gestaltung der Sicherheitspfeiler.

Die Sicherheitspfeiler auf den Saargruben sind im Laufe
der Jahre ganz verschieden gestaltet worden. Im leizten Jahrzehnt
 wurden verschiedene aufgehoben, neue wurden nicht gebildet.
 Die Querschnitte derselben richteten sich nach dem
Zweck, den sie erfüllen sollten. Wo in der Hauptsache nur ein
Schacht zu schützen war, erhielten sie eine runde oder quatratische
 Form an Tage, traten noch schützende Maschinengebäude
 hinzu, eine eliptische, waren verschiedene Anlagen zu
schützen, eine vieleckige Form. -
Ursprünglich wurden alle Sicherheitspfeiler mit senkrechten
 Ebenen begrenzt. und da in dieser Zeit der Abbau sich nur
in geringen Tiefen bewegte, gingen seine Einwirkungen an
Tage nicht weit über seine Grenzlinien hinaus. Die Sicherheitspfeiler
 erfüllten allgemein damals ihren Zweck, besonders,
da sie reichlich groß bemessen waren und die Grubenbaue oft
schon vor der gezogenen Grenzlinie zur Einstellung kamen.
Erst mit dem fortschreitenden Tiefergehen des Abbaues machten
 sich immer mehr schädliche Einwirkungen an Tage, an den
Rändern der Pieiler. bemerkbar.
Als anfangs der 1890er Jahre vereinzelt ermittelt worden
war, daß sich die Auswirkungen der Abbaue bis zu einem
Böschungswinkel von ungefähr 60° nach Tage hin erstreckten,
wurden teilweise die Sicherheitspfeiler auf einzelnen Gruben
nach und nach verstärkt, indem ihren Grenzlinien von Tage an
eine Neigung von 809, anderen eine Neigung von 759, wieder
anderen eine solche von 70° bis 65° gegeben wurde. Bei einigen
 Sicherheitspfeilern ließ man die senkrechte Begrenzung
bis zu einer bestimmten Sohle bestehen und erweiterte die
Grenzlinien erst von dieser Sohle an. Besonders wichtige
Sicherheitspifeiler erhielten eine Abböschung von 659° mit der

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