Rande stehenden Gebäude oft ganz besonderen schädlichen
Einwirkungen des Abbaues, den Senkungen und Schiebungen
ausgesetzt sind.
Nur ein Sicherheitspfeiler, dessen Begrenzungsebene nach
der Teufe hin mit einem Winkel von 60° gegen die Horizontale
konstruiert ist, gewährt einen wirksamen Schutz für die auf
ihm errichteten Anlagen.
Liegen in dem Abbauielde Sprünge von geringer Verwurfshöhe,
auf die beim Abbau eines Flözes keine Rücksicht
genommen zu werden braucht, durch welche der Abbau also
ungehindert weiter fortschreiten kann, so ändern sie an den
endgültigen Bruch- und Böschungsverhältnissen der Abbau-Hohlräume
nach Tage hin im großen und ganzen nichts gegenüber
denen im sprungfreien Felde.
Anders jedoch gestalten sich die Verhältnisse, wenn der
Abbau an Sprüngen von größerer Mächtigkeit und Verwurishöhe
sein Ende findet. Hier muß unterschieden werden, ob der
Sprung dem Abbau ab- oder zufällt, ob ein Sprung in’s Liegende
oder Hangende vorliegt. Fällt der Sprung dem Abbau ab, dann
wird er, bevor er angefahren wird, sich durch einen größeren
Gebirgsdruck bemerkbar machen. Beim Anfahren desselben
wird das Nachbrechen der hangenden Gebirgsschichten bis zu
seinen Salbändern hin, sofort erfolgen, jedoch nicht an ihnen
halt machen, sondern sich in kürzerer oder längerer Zeit weiter
über den Sprung hinaus fortsetzen, so daß schließlich nach dem
Zuruhekommen des Gebirges auch hier sich Böschungswinkel
von ungefähr 609 gebildet haben werden.
Anders gestalten sich die Verhältnisse, wenn der Sprung
dem Abbau zufällt. In solchen Fällen findet in der Regel ein
Nachbrechen der hangenden Schichten bis zum Sprunge hin
statt, wenn derselbe auch ein kleineres Einfallen als 60° besitzt.
Da die im Saargebiet größere Sprünge in der Regel Einfallwinkel
von ungefähr 50 bis 709° besitzen und bei Sprüngen,
die dem Abbau zufallen, der eine Schenkel des Böschungswinkels
in die Sprungebene zu liegen kommt, so werden die
Böschüungswinkel gleich den Einfallwinkeln der Sprünge und
erhalten Größen von ungefähr 50 bis 709
In wie weit die Grenzen der Abbaueinwirkungen an Tage
bei den festgestellten Böschungswinkeln von 60 über die Grenzen
der Abbaue in den verschiedenen Teufenlagen hinausgehen
können. möge nachstehende Zahlenreihe veranschaulichen.
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