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ist auch die Zeit, in der sie von der Inangrifinahme eines
Abbaufeldes an gerechnet verlaufen.
Bestimmend auf diese Zeit wirken ein;
L. die Flächenausdehnung des Abbaufeldes,
2, die Tiefenlage desselben und
3. die Beschaffenheit der über dem Abbaufelde lagernden
Gebirgsschichten.
Nach vielen jahrzehntelangen Untersuchungen kann im
allgemeinen angenommen werden, daß in einem Baufelde, in
dem die Carbonschichten zu Tage ausgehen und in dem die
Schichten nicht schon durch einen früheren Abbau zerbrochen
und zerstückelt worden sind, bei einer Teufenlage des Abbaues
bis zu ungefähr 200 m, sich die ersten meßbaren Einwirkungen
an Tage in der Zeit von 2 bis 4 Monaten, bei Teufenlagen von
ca. 200 bis 400 m. in 4 bis 6 Monaten und bei Teufenlagen von
ca. 400 bis 600 m, in 6 bis 8 Monaten nach Schaffung entsprechender
Hohlräume eintreten werden. Vereinzelt wurden
die ersten meßbaren Einwirkungen erst ungefähr 1 bis 2Monate
später festgestellt.
Diluviale und alluviale Ablagerungen über dem Kohlengebirge,
die im Saarrevier nur wenige Meter Mächtigkeit besitzen,
schließen sich den Einwirkungen im Kohlengebirge sofort
an; auch schwächere, nur wenige Meter starke Ueberlagerunzen
von Buntsandsteinschichten. Haben aber letztere eine
Mächtigkeit von 30 und mehr Meter erreicht, dann wird der
Zeitpunkt der ersten meßbaren Einwirkungen über ihnen, an
Tage erheblich verzögert. Da in der Regel der Buntsandstein
in seinen Auflagestellen auf dem Kohlengebirge auf einer bis ca.
3 m starken sehr plastischen, lettigen Schicht (dem früheren
Alluvium des Kohlengebirges) ruht und nur in großen Stücken
bricht, folgt er nicht unmittelbar den Bewegungen seiner Unterlage
und senkt sich erst bezw. bricht, wenn die Senkungen im
Xohlengebirge ein gewisses Maß erreicht haben. Es können
Jahre vergehen, bis die im Steinkohlengebirge hervorgetretenen
Abbaueinwirkungen sich über mächtigen, unzerklüfteten
Buntsandsteinablagerungen äußern.
Sind in dem Abbaufelde in früheren Jahren schon Flöze
abgebaut und dadurch die hangenden Schichten aus ihrem ursprünglichen
Zusammenhange gerissen und zerstückelt worden,
so vollziehen sich die Einwirkungen des Abbaues auf die Erdoberfläche
schneller. In Tieifenlagen der Abbaue bis zu ungeähr
200 m folgen sie denselben gewöhnlich schon im ersten