alle Wassergewinnungsstellen der größeren Wasserwerke der
Bergverwaltung und verschiedener Kommunen.
Da die Niederschläge jährlichen Schwankungen unterlieven.
sind auch jährliche Schwankungen des Grundwasserstandes
vorhanden. Die Veränderungen des: Grundwasserhorizonts
können nur durch systematische Beobachtungen festgestellt
werden, welche auch das Material zur Beantwortung
der Frage liefern, wie weit ungewöhnliche meteorologische
Vorgänge, wie z. B. extrem trockene Sommer und schneereiche
Winter den Höhenstand des Grundwassers beeinflussen.
Der Wasservorrat eines Gebietes hängt weiter von der
Strömungsgeschwindigkeit des Grundwassers ab. Je schneller
es in den Gesteinsschichten fließt, desto mehr Wasser läuft in
einer Zeiteinheit durch einen bestimmten Querschnitt.
Eine große Beeinflussung erleiden oft die Grundwasserhorizonte
durch lang anhaltende nasse oder trockene. Jahreszeiten.
Im ersteren Falle werden in Bezug auf Wassergewinnunz
und Versorgung keine Klagen laut, da die Auffüllung des
Grundwassers in der Regel erwünscht ist. Nach einer lang anhaltenden
Trockenheit dagegen, sinkt der Grundwasserstand
und die Ergiebigkeit der Quellen und Brunnen sinkt oder hört
ganz auf. In solchen Fällen werden dann vielfach die eingetretenen
Schädigungen dem nahebelegenen Bergbau zur Last
gelegt. Der Nachweis, ob derartige Wasserverluste auf den
Bergbau oder auf eine natürliche Ursache zurückzuführen sind,
ist oft nicht leicht zu erbringen, wenn nicht umfangreiches Beobachtungsmaterial
vorliegt.
Eine weitere, die Abtrocknung der Schichten beeinflussende
Tatsache ist die Zunahme der Bebauung eines
Wassergewinnungsgebietes und besonders die Ausführung von
Straßenpflaster und einer Kanalisation, durch welche ein großer
Teil der niedergehenden atmosphärischen Wasser dem Grundwasser
entzogen und abgeführt werden.
Die natürliche Abtrocknung und die mit dem Vordringen
der Kultur verbundene, müssen daher bei allen Wasserentziehungsfragen
mit berücksichtigt werden.
Mit den durch den Bergbau hervorgerufenen Einwirkungen
auf die bis zu Tage anstehenden Gebirgsschichten findet
natürlich auch eine solche auf die in diesen Schichten zirkulierenden
kleinen Wasseräderchen statt. Es werden ihnen in der
Regel andere Wege gegeben, wodurch es zu Wasserentziehungen.
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