Full text : Die Bergschäden im Saarrevier

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 Andererseits herrscht die Ansicht vor, daß die um die
Hohlräume anstehenden Gebirgsmassen in die plastischen
Massen einsinken und solche in die Hohlräume hineinpressen.
Allgemein kann angenommen werden, daß je größer der Gebirgsdruck
 und die Plastizität der Schichten, auch um so größer
deren Aufquillen ist.

f) Wasserentziehungen.

Das Kohlengebirge ist im allgemeinen wasserarm. Nur die
Sandstein- und Konglomeratschichten führen geringe Wassermengen,
 während die Schiefertonschichten fast kein Wasser
enthalten. Die Wasserarmut. des Gebirges geht so weit, daß
viele über ihm liegenden Ansiedelungen sich gezwungen sahen,
ihr Gebrauchswasser oft durch Zuleitungen aus weiter Ferne.
aus anderen Gebirgsschichten zu beschaffen.
Der über dem Steinkohlengebirge abgelagerte Buntsandstein
 ist dagegen sehr wasserreich. An manchen Stellen, an
denen die Gesteinsmassen nicht fest verkittet sind, also mehr
sandige Massen vorliegen, nehmen diese das Wasser gleichsam
wie ein Schwamm auf und führen es tiefer geiegenen Schichkan
 zu.

Durch eine fast durchweg an den Auflagerungsstellen auf
das Kohlengebirge liegende, oft mehrere Meter müächtige
Lettenschicht, welche wohl als die frühere Alluvialschicht des
Steinkohlengebirges angesprochen werden kann, wird, wenn
diese Schicht nicht schon durch Einwirkungen der Grubenbaue
zerrissen worden ist, das Wasser in den Schichten des Buntsandsteins
 zurückgehalten und ihm der Eintritt in die Schichten
des Kohlengebirges versperrt.
Das aus atmosphärischen Niederschlägen aller Art, als
Regen, Schnee, Hagel, Reif usw. in die Erde eindringende
Wasser kommt entweder als Quellen wieder zu Tage oder es
wird teilweise durch Bohrbrunnen wieder der Erde entzogen.
Diese Bohrbrunnen schöpfen ihr Wasser aus dem Grundwasser.
 Der obere Grundwasserstand liegt in den Tälern des
Steinkohlengebirges mehr oder weniger tief unter der Erd-Oberfläche
 und steigt, in im Buntsandsteingebirge eingeschnittenen
 Tälern, bis zur Erdoberfläche. Hier findet sich ein reichlicher
 oberer Grundwasserstand, der im allgemeinen abhängig
ist von den örtlichen atmosphärischen Niederschlägen. In den
Tälern der Buntsandsteinablagerungen liegen im Saargebiete
            
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