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Getöse mehrere Zentner sehr feinkörniger Kohle aus dem Abbaustoß
in die Abbaustrecke hineingeschleudert.
Die Bergschläge treten mit, aber auch ohne Schlagwetterentwickelung
auf. Mit die meisten Bergschläge sind in solchen
Gesteinen beobachtet worden, die gar keine Schlagwetter
führen: sie sind daher wohl als eine von plötzlichen Gasausbrüchen
völlig verschiedene Erscheinung aufzufassen und
treten meist nur dann auf, wenn sich die Bauabteilungen in unmittelbarer
Nähe vom alten Mann befinden, und sind am häufigsten,
wenn ein Kohlenpfeiler mitten im abgebauten Felde liegt,
oder wenn der Abbau mit ungenügendem oder ohne Versatz,
schnell an solchen Stellen vorgetrieben wird. wo das Hangende
infolge seiner Festigkeit und Zähigkeit, schwer zu Bruche geht.
Häufig sind Bergschläge in Kohlendistrikten nur auf wenige
Flöze beschränkt.
Starke Gebirgsschläge machen sich über Tage ähnlich
den natürlichen Erdbeben bemerkbar, es erzittern die Häuser,
Gegenstände geraten in’s Schwanken und fallen um, in den
Decken und Wänden bilden sich Risse und oft wird ein donnerähnliches
Geräusch verspürt.
Während die Gebirgsschläge in einzelnen Bergbaubezirken
vielfach auftreten, gehören sie im Saarbrücker Bezirk zu
den äußersten Seltenheiten.
Dort, wo die kohlenführenden Schichten in plastischem
Material, wie z. B. weichen Schiefertonen, eingelagert sind,
kann sich die im Gebirge vorhandene Expensionskraft auch
derart äußern, daß sie von allen Seiten Gesteinsmaterial in die
Hohlräume hineindrückt. Liegt die plastische Schicht im Liegenden
des Hohlraumes, so erfolgt ein Quellen der Sohle, oft
mit solcher Gewalt, daß dieselbe bis über % der Streckenhöhe
gehoben wird. Bei einem Nachgraben der Streckensohle wiederholt
sich oft diese Erscheinung, wenn auch nicht in demselben
Maße und erst nach mehrmaligem Nachgraben, nach Herstellung
eines Sohlengewölbes, Ausmauerung der ganzen
Strecke in runder oder elipsoidischer Form. gelingt es, der
Streckensohle die gewünschte Lage zu geben, ohne daß aber
damit die Gefahr des Aufquillens ganz beseitigt ist.
Ueber die Ursachen des Aufquillens der liegenden Schichten
in Hohlräumen sind die Ansichten der Fachleute geteilt.
Vielfach wird angenommen, daß die im Liegenden der Hohlräume
gelagerten plastischen Schiefertonschichten durch den
Zutritt von Luft und Wasser sich aufblähen und zu arbeiten beginnen
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