Full text : Die Bergschäden im Saarrevier

an seine frühere Lage, etwas in die Höhe gehoben wird, während
 es weiterhin nach der Senkungsmulde zu, sich einsenkt.
Solche Geländeerhöhungen gleichen flachen Rippen oder Wülsten
 und sind bis zu einer Stärke von 10 cm beobachtet worden.
 Sie treten auf bis zu Böschungswinkeln von ungefähr 70°,
also bis zu den Stellen, an denen auch Erdspalten und Risse
auftreten.
Wie eine ganze Reihe von Vermessungen und Feststellungen
 der letzten Jahrzehnte gezeigt haben, nehmen an diesen
Verschiebungen ganze Sicherheitspieiler mit allen auifstehenden
Betriebs- und Wohngebäuden teil. So hat sich der Sicherheitspfeiler
 einer älteren Schachtanlage um ca. 1,30 m und der
einer anderen Grubenanlage um ca. 1,0 m in der Richtung des
Flözjfallens verschoben. Auch in den Förder- und Wetterschächten
 machen sich diese seitlichen Schiebungen oft in
hohem Maße bemerkbar. So hat sich bei einer Bestimmung
der Lage des Mittelpunktes eines Förderschachtes an Tage und
in den verschiedenen Bausohlen ergeben, daß der Schacht von
der untersten Bausohle (der V. Sohle) bis zur II. Sohle, 139 m
hoch, noch senkrecht steht, dagegen von der II. Sohle aufwärts
 bis zu Tage hin, auf eine Länge von 230 m. sich um 0,90
m nach Norden zu geneigt hat.
In einem anderen Förderschacht wurde von der I. Sohle
bis zu Tage hin, auf eine Länge von 135 m, ein Ueberhängen
von rund 1 m und in einem weiteren Schacht derselben Grubenanlage
 von der II. Sohle bis zu Tage auf eine Länge von 190 m
ein solches von ca. 1,50 m bei einer Senkung der Schachthängebänke
 von ca. 0,80 m festgestellt.
Auf einer anderen Grube steht ein Förderschacht von der
tiefsten Bausohle, der VI. Sohle. bis zur IL Sohle 332 m senkrecht,
 um dann von dieser an bis zu Tage hin, auf eine Länge
von 177 m, um 1,27 m nach Norden zu überzuneigen.
In einem erst in den 1890er Jahren abgeteuften Förderschachte
 bedurfte es nur des Abbauens zweier Flöze in Teufen
von 37 und 60 m außerhalb eines zu schwach bemessenen
Schachtsicherheitspfieilers, um in ungefähr 25 Jahren eine Verschiebung
 des Mittelpunktes um 31 cm in der Richtung des
Flözfallens herbeizuführen.
Ueber die Größe der Gebirgsteile, die durch den Flözabbau
 zerbrochen und gegenseitig verschoben werden, waren
bestimmte Anhaltspunkte nicht zu erlangen. Allgemein kann
wohl angenommen werden. daß die Gebirgsschollen zunächst

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