Schollen zerlegt wird, die sich leicht ‚gegeneinander verschieben
können und das Gebirge von ihnen oft auf verhältnismäßig
viel größere Erstreckungen durchzogen wird, als dies .die
Schnittklüfte und Lösen tun. Im gestörten Gebirge kommt daher
der Gebirgsdruck dem tatsächlichen Gewicht der überlagernden
Massen am nächsten. Dazu kommt, daß das Gebirge
durch die starke Beanspruchung, die es durch Verschiebungen
auf den Kluftflächen erlitten hat, in seinem Gefüge zerrüttelt
worden ist und dadurch seine Festigkeit und Elastizität
größtenteils eingebüßt hat.
Der Widerstand, den diluviale und alluıviale Ablagerunzen,
Dammerde. Sand, Lehm, Kies und Schotter, den auf sie
einwirkenden Verschiebungskräften des Abbaues entgegenstellen.
ist auf drei Ursachen zurückzuführen, auf die Adhäsion,
die Kohäsion und die Reibung. Die Adhäsion ist so geringfügig,
daß sie nicht besonders inBetracht gezogen zu werden braucht.
Die Kohäsion ist je nach der Erdgattung und ihrem Zustand, ob
trocken, feucht oder naß, verschieden. Bei Sand ist sie gering,
bei Schotter kommt sie kaum in Frage, bei Lehm ist sie groß.
Die Reibungsverhältnisse richten sich nach der Erdgattung und
dem Zustand, in welchem sich diese befindet. Bei der geringsten
Störung des Gleichgewichts werden diese Ablagerungen
ihre Lage verändern, sofern sie sich nicht vermöge der im
Innern auftretenden Kohäsions- und Reibungswiderstände zu
halten. vermögen. Die Fläche, längs welcher die Erdmassen
im Augenblick des Nachgebens ihrer Unterlage abstürzen, wird
die „gefährliche Böschung‘“ genannt. Sie ist von der Größe des
natürlichen Böschungswinkels abhängig, das ist der Winkel,
unter welchem die Erdteilchen vermöge des Reibungswiderstandes
sich im Gleichgewicht zu halten vermögen. Er wächst
mit der Größe der Reibungswiderstände. Da die natürliche
Böschungsebene die maximale Grenze des Nachrutschens darstellt.
empfiehlt es sich, bei der Beurteilung von Bergschäden
in solchen Schichten, besonders bei Anschüttungen von Eisenbahndämmen,
mit diesem Winkel zu rechnen.
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IV. Die Auswirkungen der Abbaue an der Erdoberfläche.
‚Die, unmittelbaren Auswirkungen des Abbaues auf die
Erdoberfläche machen sich in der Regel als Bodensenkungen
zeltend, mit denen unter besonderen Verhältnissen Tagebrüche,