Full text : Die Bergschäden im Saarrevier

bruchegehen noch Beschädigungen an Tage herbeigeführt
haben, andererseits, daß durch Abbaustöße von ungefähr 40 m
Breite in Teufenlagen von 400 bis 600 m nach Verlauf von 2 bıs
3 Jahren, bei einem solchen von ca. 30 m Breite sogar nach 6
Jahren nicht die geringsten Senkungen an Tage herbeigeführt
worden sind. Ausgeschlossen ist es jedoch nicht, daß noch
Einwirkungen eintreten können. Eine „unschädliche Abbautiefe“,
 d. h. eine Tiefe, aus welcher der Flözbau nach Tage hin
wirkungslos verläuft. ist im Saarbrücker Bezirk nicht festgestellt
 worden.

e) Die Beschaffenheit der über den Hohlräumen bis zu Tage hin
lagernden Gebirgsschichten.
Das Saarbrücker Steinkohlengebirge setzt sich zusammen
aus Steinkohlenflözen, Schieferton-, Sandstein-, Konglomeratund
 vereinzelten Schichten von Toneisenstein und Tonstein.
Vorherrschend sind die Schieferton- und Sandsteinschichteti,
während Konglomeratschichten weniger auftreten. Die Steinkohlenschichten
 wechseln in ihrer Mächtigkeit von wenigen
Millimetern bis zu Meterstärke, die Flöze von 0,60 m bis zu
3m, In der Mehrzahl bestizen letztere eine Mächtigkeit von 1,00
bis zu 1,20 m. Steinkohlenflöze unter 0,60 m Mächtigkeit werden
 nur ausnahmsweise unter sonstigen guten Bedingungen
abgebaut. Im Hangenden besitzen die Flöze vielfach eine 1 bis
5 cm starke Lage von Brandschiefer. Wo diese Lage fehlt, findet
 sich oft die Kohle mit dem Nebengestein verwachsen. In der
Regel lagert im Hangenden eines Flözes durchweg nur Schieferton,
 der stellenweise mit Kohlenstreifen durchwachsen ist.
Selten haben die Flöze Sandstein oder Konglomerat zum Dach.
Wo Flöze diese Gesteine zum Hangenden haben. zeigen sich
sehr viele Unregelmäßigkeiten. Kohle und (Gestein greifen
durch unregelmäßige Vertiefungen und Erhebungen ineinander
ein. Der Bergmann sagt: „Die Kohle ist angebrannt‘.” Diese
Unregelmäßigkeiten finden sich nicht, wo eine Lage Schieferton
 zwischen Flöz und Sandstein oder Konglomerat zwischengelagert
 ist.
Das Liegende besteht fast durchweg aus Schieferton. Die
Schiefertonschichten wechseln in ihrer Mächtigkeit von einzelnen
 Zentimeter bis zu ungefähr 60 m, während die Sandsteinschichten
 bis zu 24 m und die Konglomeratschichten bis zu unvefähr
 12 m Stärke annehmen

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