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werden. Reichen dagegen die bei der Kohlengewinnung Tallenden
Berge nicht zur vollständigen Aussetzung der Hohlräume
aus, müssen aus anderen Betrieben, oder von Tage her,
„Iiremde‘ Berge herbeigeschafft werden, dann nimmt in der
Regel die Zusetzung der Hohlräume mehr Zeit in Anspruch und
es kann dem Sinken des Hangenden nicht so entgegengetreitcen
werden.
Von weiterem Einfluß ist die Mächtigkeit des abzubauenden
Flözes bezw. die Höhe des Hohlraumes und das Einfallen
des Flözes. Bei steilem Einfallen ist das Einbringen der Berge
bequem durchzuführen; die Berge rutschen besser, auch setzen
sie sich durch ihr Eigengewicht fest zusammen. Bei flachem
Einfallen dagegen, besonders in schwachen oder auch sehr
starken Flözen ist das Zusetzen oft sehr mühsam. In niedrigen
Räumen werden die Bewegungen der Bergleute oft sehr behindert:
in hohen Räumen ist das Hinaufbringen der Versatzberge,
bis zum Hangenden hin, sehr schwierig und erfordert große
Kraitanstrengung. Auch muß mit der Abneigung der Bergleute
zegen die Bergewirtschaft gerechnet werden. Zu sehr sind sie
darauf bedacht, „Häuschen zu bauen“. d. h. im Versatze Hohlräume
zu belassen. die sich nach allen Seiten zusetzen, um den
Anschein zu erwecken, viel geleistet zu haben. Oft kann nur
Jurch eine scharfe Ueberwachung ein dichter Versatz erzwunzen
werden.
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In manchen Fällen stehen dem Bergwerksbesitzer beim
Grubenbetrieb nicht so viele Berge zur Verfügung, um die Hohlräume
vollständig aussetzen zu können. Er ist dann gezwunzen,
entweder darauf zu verzichten oder über Tage mitunter
bei großen Kosten Sandgruben oder Steinbrüche anzulegen.
Unter Tage solche Betriebe, „Bergemühlen‘“ genannt, in Beirieb
zu nehmen, hat, wenigstens zum Schutz der Oberfläche
keinen Wert, denn auch die Bergemühlen werden früher oder
später zu Bruche gehen. Müssen solche jedoch aus besonderen
Gründen angelegt werden, dann empfiehlt es sich, möglichst
aine Stelle zu wählen, über der an Tage durch Bodensenkungen
keine größeren Beschädigungen hervorgerufen werden können.
Der Abbau mit Bergeversatz, zunächst der Strebbau in
seinen verschiedenen Arten und dann der Stoßbau, fand bald
allgemeinen Eingang und verdrängte nach und nach fast vollständig
den Bau ohne Bergeversatz, den Pfeilerbau. der z. Zt.
nur mehr vereinzelt dort Anwendung findet. wo die Erdober-