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Die in den 1850er Jahren einsetzende bedeutende Steigerung
der Kohlengewinnung auf allen Gruben des Reviers und
das verhältnismäßig schnelle Eindringen in tiefere Sohlen gaben
in den 1880er Jahren Veranlassung zu rationellern Bauarten, zu
den Abbauen mit Bergeversatz, zum Streb- und Stoßbau und
bald darauf auch vereinzelt zum Abbau mit Spülversatz überzugehen.
Längst hatte man die schwerwiegenden Nachteile des
Pieilerbaues erkannt. Besonders machten sich immer mehr
die großen Abbauverluste bemerkbar, die oft dadurch entstanden,
daß wegen zu hohen Druckes und Zubruchegehen der
Strecken, Bremsberg- und Grundstrecken-Sicherheitspieiler, ja
sogar Teile ganzer Bauabteilungen nicht mehr hereingewonnen
werden konnten und damit Abbauverluste von 30 Prozent und
darüber entstanden. Zu diesen Verlusten traten noch die durch
Wärme- und Gasentwicklung aus den nichtgewonnenen Kohlen,
sowie durch die Brandgefährlichkeit sich einstellenden Belästigungen
und Gefahren. Ferner machte sich immer mehr das
ganz unregelmäßige Zubruchegehen des. Hangenden sehr
störend bemerkbar. Dadurch wurden die Hohlräume zunächst
nur teilweise ausgefüllt, die dann dem frischen Wetterstrom
die Möglichkeit gaben, sich zu zerstreuen, während sie Sammelbehälter
für schädliche Gase wurden, die beim weiteren,
plötzlichen Zusammenbrechen des Hangenden in die belegten
Abbaue eingepreßt wurden und für diese eine ständige Gefahrenquelle
bildeten.
Nicht zuletzt machten sich auch immer mehr die schädlichen
Einwirkungen des Pfeiler-Bruchbaues durch das ungleichmäßige
Zusammenbrechen der Hohlräume an Tage bemerkbar.
Der Bergbau hat im Laufe der Jahre eine sehr beträchtliche
Ausdehnung angenommen. Entsprechend hat auch die
Besiedelung des Geländes zugenommen. Aus einzelnen Gehöften
und kleinen Siedelungen im Saarbrücker Bergbaurevier
sind große Dörfer und Städte geworden und an den Hauptverkehrsstraßen
reiht sich meilenweit Haus an Haus. Früheres
Wald- und Oedland wurde zu ertragsreichen Gärten, Wiesen
und Aeckern nutzbar gemacht. Die Wertsteigerung des Grund
und Bodens und der darauf errichteten Gebäude ist bedeutend
Zewachsen und nimmt immer noch zu.
Bei der großen Ausdehnung des Bergbaues und dessen
Findringen in immer größere Tiefen mußte notwendigerweise