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oder Kenglomerat besteht, oft sehr große, welleniörmige Unebenheiten
aufweist. Besteht ein Flöz nur aus einer Kohlenbank,
so wird bei seinem Abbau ein Hohlraum in der Höhe des
Flözces geschaffen, Besteht jedoch ein Flöz aus mehreren
Kohlenbänken mit Zwischenmitteln, so kann nur mit einer Höhe
des Hohlraumes gerechnet werden, die gleich ist der Sumnune
der Höhen der einzelnen Kohlenbänke, da die Zwischenmittel,
die beim Flözabbau mit hereingewonnen werden, in dem abgebauten
Gebirgsteil verbleiben, wie der Bergmann sagt, „versetzt‘
werden...
Diese beim Flözabbau mitfallenden Zwischenmittel werden
„Berge“ genannt. Sie nehmen beim Versetzen in den Hohlräumen
einen weit größeren Raum ein, als sie im fest entstehenden
Gebirge hatten. Es ist errechnet worden, daß 1 cbm {fest
anstehender Schieferton als Bergeversatz einen Raum von ca.
1,75 cbm einnimmt,
In der alten Zeit des Bergbaues, als die Flöze noch von
Tage aus abgebaut wurden, war bei deren großen Anzahl der
Hauptaugenmerk darauf gerichtet, in möglichst kurzer Zeit
viele Kohlen zu Tage schaffen zu können. Die Kohlengewinnung
fand fast ausschließlich nur auf möglichst mächtigen
Flözen statt und auch da nur, wo die Bedingungen zur Gewinnung
und Förderung günstig lagen, die Wasserhaltung keine
Schwierigkeiten bereitete und wo ein möglichst großer Absatz
der gewonnenen Kohlen zu erwarten war. An eine ökonomische
Ausnutzung der Kohlenschätze wurde nicht vedacht; es wurde
mehr oder weniger Raubbau betrieben. Irgend eine Rücksicht
auf die Erdoberfläche wurde nicht genommen: es lag dazu auch
keine Veranlassung vor. Die Gewinnungspunkte konnten dort
angelegt werden, wo Grund und Boden einen geringen Wert
hatten. Wälder, Ackerland und Oedland waren vorherrschend,
Wiesen- und Gartenland traten dagegen zurück, die Besiedelung
war sehr gering.
Das Einwirkungsgebiet des Bergbaues begrenzte sich zu
dieser Zeit sehr scharf an Tage durch Pingen und Tagebrüche.
Entschädigungsanträge für Bergschäden wurden kaum gestellt.
Was nicht in den Abbau hineinfiel, konnte als bausicher angesehen
werden.
Auch in späteren Jahren, als eine mehr vollständigere
Kohlengewinnung dem Raubbau folgte und der Abbau auch auf
weniger mächtige Flöze überging. wurde nicht daran gedacht.