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werden, und die sogenannte „schadlose Tiefe‘ würde
sich nur in einer großen Teufe errechnen lassen.
Vielfach werden in einem Bergwerksfelde eine ganze
Reihe von Flözen nacheinander abgebaut, wobei sich die Einwirkungen
des Abbaues auf die überlagernden Gebirgsschichten,
bis nach Tage hin. stets wiederholen. Zur Ruhe gekommene
Gebirgsschollen werden wieder in Bewegung gebracht
und dabei oft weiter zerstückelt. |
Nach allen bisher im Saarbrücker Revier gemachten Erfahrungen,
muß angenommen werden, daß jede vollständige
Auskohlung größerer Flözflächen fast immer eine Senkung der
Erdoberfläche im Gefolge hat, mag dieselbe in geringerer oder
größerer Tiefe, auf fach- oder steilgelagerten Flözen, mit oder
ohne Bergeversatz geführt werden. Nur das Maß der Einwirkungen
ist bei den verschiedenen Bedingungen, unter denen die
Abbaue geführt werden, verschieden. Eine Grenze, unter welcher
eine Einwirkung des Bergbaues auf die Erdoberfläche
nicht mehr stattfindet, ist noch nicht erreicht worden und läßt
sich auch nach den bisher gemachten Erfahrungen nicht bestimmen.
Beeinflussend auf die geschilderten Vorgänge wirken
hauptsächlich ein:
b) die Höhe der Hohlräume und deren Zuseizung mit Gesteinsmaterial,
c) die Lage der Hohlräume ob horizontal oder geneigt,
d) die Teufenlagen der Abbaue und
e) die Beschaffenheit der über dem Abbau bis zu Tage
hin lagernden Gebirgsschichten.
b) Die Höhe der Hohlräume und deren Zusetzung mit
Gesteinsmaterial.
Beim Steinkohlenbergbau werden die meist größten
Hohlräume durch die Abbaue der Flöze geschaffen. Die Hohiräume,
welche durch die nicht auf den Flözen betriebenen
Strecken, den Gesteinsstrecken, Querschläge und Richtstrecken
usw. geschaffen werden, treten gegen erstere ganz zurück, Daher
wird der Flözabbau bei der Beurteilung von Bergschäden
an erster Stelle in Rechnung gezogen. Aber auch die Gesteinsstrecken
müssen mit berücksichtigt werden, besonders, wenn
sie nahe an Tage liegen. denn diese einzelnen Strecken halten
sich in der Regel sehr lange offen und können bei ihrem Zusammenhruche
eng begrenzte. mitunter aber erhebliche Schäden
herbeitühren.