Gebirgsmassen aus dem Hangenden oder aus den Seitenstößen
hereingebrochen waren, obschon sie schon 50 und mehr Jahre
außer Dienst gestellt, bezw. abgeworien waren.
Nach allen Erfahrungen muß ich annehmen, daß auch bei
dem in früheren Jahren viel geführten Pfeilerbau, bei welchem
viele Pfeiler absichtlich stehen gelassen wurden, weil damals
in falscher Beurteilung der Einwirkungen des Abbaues auf die
Erdoberfläche angenommen wurde, daß durch das Stehenlassen
solcher Pfeiler in gewissen Abständen, eine Sicherheit
gegen das Hereinbrechen der Schichten und gegen Beschädigungen
der Erdoberfläche geschaffen würde, viele Hohlräume
sich zwischen den stehen gebliebenen Pfeilern auf eine Reihe
von Jahren offen gehalten haben. Nach allen Beobachtungen
kann angenommen werden, daß dort, wo durch die Kohlengewinnung
größere, zusammenhängende Hohlräume geschaffen
werden, ein recht haldiges zusammenhängendes Niederbrechen
der hangenden Schichten erfolgt. welches sich dem Fortschreiten
des Abbaues anschließt, daß dagegen bei einem Abbau mit
Stehenjassen von Pfeilern, ein ganz unregelmäßiges, sich lange
hinziehendes Niedergehen der hangenden Schichten eintritt.
Verhältnismäßig schnell vollzieht sich die Ausfüllung der
Hohlräume, wenn das Deckgebirge durch Gebirgsstörungen
zerrissen ist, wenn es aus gebrächen Schiefertonen oder aus
kurzbrächigen Sandsteinen und nicht fest verkitteten Kongiomeratmassen
besteht, oder wenn es schon durch einen früheren
Abbau aus seinem ursprünglichen Zusammenhang gerissen und
zerstückelt worden ist. In diesen Gebirgsschichten besteht
dann nicht mehr die ursprüngliche Konsistenz, Dichte und
Elastizität. Die Druckverhältnisse sind sehr verschieden und
es steigt in ganz besonderem Maße die Gefährlichkeit bezgl.
Stein- und Kohlenfalles. Solche Schichten brechen oft plötzlich,
ohne Durchbiegung nieder und füllen die Hohlräume aus.
Die niedergebrochenen Gebirgsschichten nehmen infolge
der Auflockerung der Gesteinsmassen, die sich durch ihre Abtrennung
voneinander und ihre Zerstückelung bei ihremHereinbrechen
vollzieht, einen größeren Raum ein. Die Auflockerung
ist unmittelbar nach dem Bruche am größten und vermindert
sich dann in dem Maße, wie sich die Bruchmassen durch ihr
Eigengewicht und, wenn der Bruch nicht zu Tage geht, durch
das nach Auffüllung des Aufbruchraumes auf sie aufsetzende
Gebirge zusammendrücken, Das Verhältnis zwischen dem
Volumen des zu Bruch gegangenen Gesteins in dem Zustande.
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