Full text : Die Bergschäden im Saarrevier

jährlich ungefähr 217,7 Millionen cbm Methan (C. H. 4) und täglich
 ungefähr 749,300 cbm, also jährlich ungefähr 263,5 Millionen
 cbm Kohlensäure (C. O. 2) festgestellt. Diese Gasausströmung
 kommt einem Gewichte von über 677 000 t gleich,
das ungefähr 5 Prozent der gesamten jährlichen Kohlenförderung
 entspricht.

Il. Die Wirkungen des Zusammenbruchs der
Hohlräume auf das Deckgebirge bis zur Erdoberfläche
 hin.

a) Allgemeines.
Sind in der Erde Hohlräume geschaffen, so müssen naclı
den physikalischen Gesetzen der Schwere, die den Hohlraum
überlagernden Schichten sinken, wenn die Schwere stärker
wird als die Kohäsion der Schichten. Ist letztere größer als
die Schwere, so erfolgt kein Niederbrechen. Hier sind zunächst
zwei Fälle zu unterscheiden:
1. Es erfolgt eine einfache Einsenkung, ohne Bruch, indem
sich die zunächst hangenden Schichten einfach auf die Sohle
les Flözes oder auf den in den Hohlraum gebrachten Versatz
auflagern. Ein solches Niedergehen erfolgt dort, wo die
Elastizitätsgrenze der betreffenden Gesteinsschichten bei der
Einsenkung in den Hohlraum nicht überschritten wird, also bei
gleichförmigen, gutgelagerten, unzerklüfteten Schiefertonlagern,
 unter denen keine hohen Hohlräume liegen, also bei
schwachen Flözen oder bei Flözen, bei denen die geschaffenen
Hohlräume dicht ausgesetzt worden sind. ;
Sowohl beim Strebbau, wie auch beim Abbau mit
Schlammversatz habe ich bei entsprechenden Flözmächtigkeiten
 Durchbiegungen der hangenden Schiefertonschichten bis zu
0,90 m über die ursprüngliche Schichtenlage hinaus feststellen
können, ohne daß dabei die Festigkeits- bezw. Elastizitätsgrenze
 erreicht war.
2. Es tritt ein Bruch der hangenden Schichten ein, indem
dieselben in größeren oder kleineren Blöcken niedergehen und
sich auf der Sohle in unregelmäßigen Haufen auftürmen. Diese
Art des Niedergehens der hangenden Schichten tritt stets dort
ein, wo deren Elastizitätsgrenze überschritten wird, also beim
Abbau von mächtigen Flözen ohne vollständigen Bergeversatz,
auch bei schwächeren Flözen, wenn deren Dachgestein aus

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