II. Entstehung der schädigenden Einwirkungen
des Bergbaues auf die Erdoberfläche.
Die schädigenden Einwirkungen an der Erdoberfläche
durch den Bergbau sind auf die durch ihn entstehenden Hohlräume
in der Erde zurückzuführen. Letztere bilden sich:
a) durch den Betrieb von Aus- und Vorrichtungsstrecken
zur Kohlengewinnung und insbesondere durch den
Verhieb, den Abbau der Kohlenflöze,
b) durch das aus den Bergwerken gepumpte Wasser und
c) durch Gasausströmung.
a) Durch Kohlengewinnung.
Die Größe der im Saarbezirke durch die Kohlengewinnung
entstehenden Hohlräume läßt sich aus den folgenden Anzaben
und Berechnungen annähernd übersehen.
Die Größe des abgebauten und vor dem Kriege in Betrieb
stehenden Baufeldes des früheren Saarbrücker Berechtigungsfeldes
kann zu rund 14500 ha angenommen werden. Aus diesem
Baufelde wurden bis einschließlich 1919 rund 430 Millionen
Tonnen Kohlen gewonnen.
Die durch diese Kohlengewinnung geschaffenen Hohlräume
können mit Einrechnung der Aus- und Vorrichtungsstrecken
wohl zu rund 430 Millionen cbm angenommen werden.
Werden diese Hohlräume gleichmäßig auf die ganze abgebaute
und in Gewinnung stehende Fläche verteilt, so ergibt
sich eine Höhe derselben von ca. 3 m.
Die vor dem Kriege im Jahre 1913 erzielte Förderung betrug
13 108 136 t.
Der durch diese jährliche Kohlengewinnung geschaffene
Hohlraum kann mit Einrechnung der Aus- und Vorrichtungsstrecken
wohl rund zu 13,1 Millionen cbm berechnet werden,
der, gleichmäßig auf die benannte Fläche verteilt, Sl unge-Äähr
1/11 m Höhe einnimmt.
Die gesamte Mächtigkeit der Magerkohlenflöze im Saarbezirk
beträgt ca. 3,0 m, der Flammkohlenflöze ca. 14,70 m und
der Fettkohlenflöze ca. 26,40 m. Durch ihren vollständigen Abbau
werden entsprechende Hohlräume von ca. 3, bezw. 14.70,
bezw. 26,40 m geschaffen.
b) Durch Grubenwasser.
Durch das aus den Gruben gepumpte Wasser werden
große Substanzmassen den Gebirgsschichten und Gebirgsstörun
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