Full text : Geschichte der Saarbrücker Bergschule

Volksschulbildung, ergänzt und erweitert durch den Besuch der Werksschulen
 und Bergvorschulen, bildet im allgemeinen die Grundlage für die Aufnahme
in die Bergschule. Schüler mit anderweitiger Vorbildung, z. .B. mit der auf höheren
Lehranstalten erworbenen Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst haben
arst in den letzten Jahren in gesteigertem Maße um Aufnahme in die Schule
nachgesucht.
Die weitaus größere Zahl der Schüler findet naturgemäß ihre spätere
Anstellung im Saarbrücker Steinkohlenbergbau. Eine Abwanderung in fremde
Bergwerksbezirke hat nur selten stattgefunden.
Von den zur Zeit noch lebenden ehemaligen Schülern sind die ältesten:
Christian Krämer in Malstatt-Burbach, früher Steiger zu Von der Heydt,
6 Jahre alt, Johann Sondermann in St. Wendel, früher ÖObersteiger
von Camphausen, im Alter von 75 Jahren, sowie. Rechnungsrat Ziegler zu
Saarbrücken. Von den noch im Dienst befindlichen sind die ältesten: Kohlenaxpedient
 Gutzlaff auf Grube Kohlwald, Steiger Wilhelm Erdmenger auf
derselben Grube und Tagessteiger Boldt auf Grube Sulzbach.

Zu c). Zusammenstellung der Kosten des Bergschulwesens.

Die Kosten des Bergschulwesens werden ganz aus staatlichen Mitteln
bestritten, da die Schule nicht über eigene Einnahmen verfügt. Von der bescheidenen
Höhe von annähernd 100 Talern, welche die Bergschule vor 1822 in den ersten
Jahren ihres Bestehens erforderte, haben sich die Kosten sehr bald entsprechend
dem wachsenden Umfang der Schule erheblich vermehrt. Während sie nach der
Reorganisation des Jahres 1858 ungefähr 4000 Taler im Jahre erreichten, sind sie
bis zur Gegenwart auf 127 5990,06 Mark*) im Jahre gestiegen. Besonders haben
die für die Unterstützungen der Schüler aufgewendeten Kosten sich zu einer beträchtlichen
 Höhe im Laufe der Jahre entwickelt. Waren beispielsweise im Etat
[874 nur 3400 Taler zu diesem Zweck ausgeworfen worden, so wurden im Jahre
{906 fast 73 000 Mark an Beihilfe einschließlich der Entschädigungen für Exkursionen
 verausgabt.

*) Nach dem Etat von 1906
            
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