Full text : Geschichte der Saarbrücker Bergschule

c) Sonstige Schuleinrichtungen.

Die Bergschule hält es für durchaus angebracht, neben der wissenschaftlichen
 Ausbildung auf die Pflege kameradschaftlichen Sinnes, die Erweckung
guten Korpsgeistes, die Erzielung eines richtig verstandenen Standesbewußtseins
und die Erziehung zu angemessenem Auftreten in geeigneter Weise hinzuwirken.
Turnerische Übungen, Chorgesang, Orchestervorträge und gesellige Zusammenxünfte
 des Lehrerkollegiums mit den Schülern sollen diese Ziele vermitteln. Zu
dem Zwecke ist ein Bergschulkasino eingerichtet worden, das den Schülern zu stetem,
ungezwungenem Verkehr zur Verfügung steht, und in welchem sie einen kräftigen,
preiswerten Mittagstisch erhalten.
Eine Schülerbibliothek, die bereits eine grosse Anzahl angemessener Werke
wissenschaftlichen und belletristischen Inhalts enthält, wird viel in Anspruch
genommen. Daneben steht den Schülern für eingehendere Studien auch die Benutzung
 der Lehrerbibliothek offen.

Die Erweiterung des gesamten Unterrichtswesens erfordert für die Schüler
nach sorgfältiger Vorbildung zwei, bezw. drei Jahre angestrengter, geistiger Arbeit,
falls sie den erhöhten Anforderungen gerecht werden wollen. Die Bergschule hofft,
dadurch Beamte heranzubilden, welche den Anforderungen genügen, die in der
Praxis an ihre Kenntnisse und Eigenschaften gestellt werden müssen.

Den Herren Fachgenossen übergeben wir den Organisationsplan mit dem
Wunsche, daß auch mit diesen Ausführungen ein Beitrag gegeben sei zu dem so
sehr wünschenswerten Austausch von Ansichten und Erfahrungen auf dem Gebiete
des Bergeschulwesens.

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