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ihre Mannschaften eine ungeheure. Genannte Steiger und
ein Teil der Retter konnten in zwei Tagen vor übergroßer
Anstrengung das Bett nicht verlassen; doch sind sie heute.
Hott sei Dank, wieder alle recht munter.“
26 Verwundete wurden morgens geborgen und nach dem
Knappschaftslazarett in Meunkirchen geschasft. Krankenwagen
nahen in langsamer Fahrt. Hinter einem eine Mutter mit fünf
Kindern, Tränen in den Augen und doch wieder ein Jug
der Freude im Gesicht. Der Vater ist nur leicht verletzt,
einer der wenigen Glücklichen, die das Schicksal nicht in der här⸗
esten Weise getroffen. — Gegen ? Uhr wurden noch 4 Mann
lebend ans Tageslicht gebracht, darunter der Steiger EGroß.
Die noch in der Grube befindlichen gelten alle als verloren.
Die erste Rettungskolonne drang unter Leitung des Berg
werksdirektors Giani und Bergassessors Dr. Hörnicke vom Bild
tockschachte nach dem Westfelde vor und es wurde dabei erst
Janz die furchtbare Wirkung der Explosion übersehen. lleber
Tote hinweg wurde diese Orientierungsfahrt durch die jast
Jjanz verschüttete Strecke fortgesetzt und sofort die eutsprechenden
Rettungsarbeiten eingeleitet. Ein Bergmann erzählte, er sei
vohl über 50 Kameraden gelaufen, Vater und Sohn ruhten
ieben einander, Bruder neben Bruder. Ein an den Mettungs
arbeiten beteiligter Steiger schreibt: „Es bot einen gräß
ichen Anblick, wenn man die halbverkohlten und vielfach
derstümmelten Leichen, unter Trümmern und in den verischie—
densten Haltungen gewahrte. Manchen war der Kopf voll
tändig weggerissen, andern fehlten Gliedmaßen, andere wiedernin
hatten die Hände zum Gebet gesaltet . . . .“
Alle? Stunden wurden Reitungsmannschaften zu Kolonnen
oon 10 Mann in die gefährdeten Stellen gebracht, wo sie
unter Benutzung der Draeger'schen Sauerstoffapparate ihren
eingeschlossenen Kameraden Hilfse zu bringen suchten. Still
und ernst stand die Ablösung am Schachte mit Helm und
Apparaten ausgerüstet.
Mehrfach sind auch Unglücksfälle bei den Rettungs—
arbeiten vorgekommen. Berginspektor Engerling war mit
einer Kolonne zu weit vorgedrungen und zog sich infolgedessen
durch Explosion von Nachschwaden bedenkliche Brandwunden
zu; er mußte ins Knappschaftslazarett gebracht werden. Tas
zAleiche Schicksal ereilte auch Steiger Bartich. Schwerver