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Mattigkeit. Auf der Strecke trafen wir noch zwei stöhnende
Verwundete an. „Sollten wir die Kameraden liegen lassen?“
„Nein, sie müssen mit.“ Wir treffen auf einen Wagen,
der im Geleise steht. Da legen wir unsere Last hinein und
nur den einen Gedanken: Rettung, versolgend arbeiten wir
uns weiter. Wir sind am Schacht. Gott sei Dauk. Da
hängt der Förderkorb. Wir bergen unsere Geretteten auf
der Schale un aufwärts gehts dem Tag und der endagültigen
Rettung entgegen.“ (St. Joh.-Saarbr. Volksztg. Nr. 26 vom
31. Januar.) Ein geretteter Bergmann erzählte den
Hergang seiner Rettung wie folgt:
„Am Montag morgen 1,57 Uhr fsuhren wir in Schacht III,
Abteilung 15 und 16 in Tiefbausohle 5 512 Meter Tieie ein.
Da heute Morgen mein Schlepper „feierte“, so wurde mir ein
»uwa 17jähriger Bursche aus der Pialz zugeteilt, der über fünf
Monate im Lazarett lag und heute Morgen wieder zum ersten
male einsuhr. Als wir in die Wetterstrecke kamen nach dem
Bildstockschacht zu, da ertönte kurz nach Schluß der Seilfahrt ein
urchtbarer Knall. Sofort war mir klar, was geschehen war: eine
xplosion schlagender Wetter. Vom Wesifelde der 5. Tiefbausohle
jer wälzten sich dichte Rauchmassen. Auf einmal wurde ich etwa
5Meter weit fortgeschleudert, mehrmals kopfüber wie auf einen
Mühlrade liegend. Im Fallen klammerte ich mich an einen Strebe
vosten fest, was mir nur mit der größten Mühe gelang, eine
olche Kraft übte der Wetterstrom aus. Ueber uns her wehle ein
ast undurchdringlicher Staubstrom. Tie Gase stellten sich gleich—
am vor uns auf und jeden Augenblick glaubte ich zu ersticken,
Hier müssen wir sterben“, sagte ich zu meinem neben mir liegen
den Schlepper, der ein herzerweichendes Stohnen von sich gab,
an eine Rettung ist nicht mehr zu denken.“ Ich nahm mein
dalstuch und hielt es vor Mund und Nase, um nicht zu erstichen.
Dann ließ ich mich nieder, ergrifi mit beiden Händen die Schienen
in der Strecke und schleppte mich mühsam weiter. Mein —Schlep—
der hatte sich an meinen Beinen festgeklammert. Wir kamen in
zinen Schacht und fanden dort in einer Schießbude drei alte Berg—
eute, die gemütlich ihr Brot aßen Erschöpft ließ ich mich einige
Augenblicke nieder. Sie schlossen sich mir an und so ging es durch
»ine Teilstrecke dann durch einen Bremsberg und einen Weiter—
chacht an den Bildstockschacht. Tort hatten sich aber so viele
Hase angesammelt, so daß an ein weiteres Vordringen nicht zu
denken war und wir wieder zurück mußten. Turch die Grenzstrede
kamen wir in den Hauptquerverschlag und in den Hebeschacht 11.
An dem Luftschacht Flöz Thielen siehend, hörten wir die Veute
rufen auf Flöz Vorstel, die sich nicht mehr auf das Fördergerinpp
schaffen konnten: helsen konnten wir ihnen aber leider nicht.
Neben mir fielen Kameraden nieder, die ohnmächtig wurden, einer
tarb mit den letzten Worten: „Jesus, Maria, Joseph!“ So