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oon Grubengas und Staub tritt dagegen Entzuündung ein,
wenn der Gasgehalt 5—6 Prozent beträgt.
6. Eine Kohlenstaub-Entzündung kann ebenso aut wie
durch einen ausblasenden Schuß auch durch eine Grubengas
Fxplosion veranlaßt werden.
7. Die Explosion von Kohlenstaub oder Grubengas kann
iich in direkter Linie oder seitlich auf eine räumlich getrennte
Ansammlung von Kohlenstaub oder von explosiblem Gasge—
menge fortpflanzen und zwar nicht nur, wenn in dem Zwischen—
caum zwischen beiden Ansammlungen Kohlenstaub oder Gruben
gas vorhanden ist, sondern unter Umständen auch noch, wenn
ruf erhebliche Längen eine solche Vermittlung nicht besteht.
8. Durch Anfeuchten des Kohlenstaubes wird die Gefahr
einer Entzündung desselben nur dann vollkommen beieitigt,
wenn die Anfeuchtung auf eine gewisse Länge 6(10 bis 15
Meter) und mit etwa der Hälfte des Staubgewichtes an Wasser
tattfindet.
Es ist hieraus ersichtlich, daß die Gefahr des Kohlen
staubes nicht zu unterschätzen ist und seine Unschäd—
lichmachung ein sehr wichtiges Erfordernis ist.
Das beste und wirksamste Mittel gegen Schlagwetterun—
äälle, die alljährlich nach statistischen Angaben durchschnittlich
1000 Opfer fordern, ist eine gute Wetterführung, die uniso
wichtiger und umso schwieriger wird, je weiter der Bergmann
in die dunkle Tiese dringt. Um das Auftreten von Gruben—
Jas auch in nicht explosiblen Wettern festzustellen, hat man
besondere Apparate — „Schlagwetterindikatoren“ herge—
stellt, welche selbsttätig das Auftreten von Schlagwettern an—
zeigen und Signale sowohl am Orte der Ansammlung als
zuch über Tage ertönen lassen. Sie beruhen auf der verschie—
denen Diffusionsgeschwindigkeit der Grubengase und der at—
mosphärischen Luft durch eine poröse Scheidewand aus Ton
»der Marmor. Ein kleines Bild von solchen Schlagwettern
erhält man, wenn man stehende, sumpfige Gewässer, Moräste,
uftührt. Alsdann entweicht aus ihnen durch die Fäulnis
organischer Stoffe ein Gas, das, mit Kohlensäure und Stick—
stoff gemischt, Methan, Methylwasserstoffgas, Grubengas,
SZumpfgas oder leichtes Kohlenwasserstoffgas genannt wird.
Fin solches Gas wird, sobald es mit dem Sauerstoif der Luft
in Berührung kommt, gefährlich, und kann durch irgend ein