Full text : Das Grubenunglück zu Reden, Kreis Ottweiler, am 28. Januar 1907

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zeigt an seiner Oberfläche Bildungen von Koksperlen oder
Kokskrusten mit mehr oder weniger großer Veränderung der
ursprünglich im Staube enthaltenen flüchtigen Bestandteile.
Von Einfluß bei diesen Wirkungen sind einesteils der
Grad der Feinheit des Kohlenstaubes, andernteils und vor—
wiegend die chemische Zusammensetzung der Kohle.
Es zeigten bei den Versuchen:
a. Gasarme Kohlen von weniger als 10 Prozent
slüchtigen Bestandteilen ziemlich ungefährlichen Staub mit
nur wenigen Metern Flammenverlängerung.
b. Flammkohle von 10 bis 16 Prozent flüchtigen
Bestandteilen schon Flammenverlängerungen bis auf 25
Meter, bei großer Feinheit des Staubes vielleicht noch mehr.
c. Fettkohlen von 16 bis 24 Prozent flüchtigen Be—
standteilen gaben Flammen, welche der ganzen Strecken—
länge folgten, soweit Staub gestreut war und bei genügen—
der Feinheit des Staubes vielfach Staub-Explosionen.
d. Gaskohlen von 24 bis 32 Prozent flüchtigen Be—
standteilen veranlaßten in der Regel nur Flammenlängen
bis zu 20) Meter, welche jedoch bei sehr feinem Staube,
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liche Zerkleinerung erhalten wird, ausnahmsweise auch
nuf die ganze Streuungslänge sich ausdehnten.
Früher nahm man allgemein an, daß nur Kohlen mit
mindestens 30 Vrozent flüchtigen Bestandteilen überhaupt
entzündlichen Staub zu liefern imstande seien und die Ent—
zündlichkeit mit der Zunahme der flüchtigen Bestandteile wachse.
Diese Ansicht ist durch die Versuche vollständig widerlegt.
4. Während tatsächlich nur höchst wenige Kohlenstaub—
arten gegenüber ausblasenden Pnulverschüssen schon in sich
selbst eine eigentliche Explosionsgefahr bieten, tritt beim Vor—
handensein von Gruübengas innerhalb des Schußbereiches, und
zwar bereits bei 2 Proz. bis 3 Proz. Grubengasgehalt der
Luft, eine solche Gefahr für die große Mehrzahl aller Koh—
lenstaubarten ein; nur die anthracitischen Kohlen scheinen
verhältnismäßig gefahrlos zu bleiben, wenn auch bei ihnen
sich noch bedeutende Flammenverlängerungen ergeben und da—
her heftige Verbrennungen nicht ausgeschlossen sind.
5. Werfende Pulverschüsse bringen gestreuten Kohlenstaub
in gasfreier Luft nicht zur Entzündung. Bei Vorhandensein

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