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für die besseren und fortgeschritteneren Schüler eine zweite
Klasse errichtet mit einem erheblich weiteren Lehrplan als dem
gewöhnlichen. Auf Grund von halbjährlichen freiwilligen Prü—⸗
fungen werden die befähigteren Werksschüler, soweit der Platz
reicht, in die drei fiskalischen Bergvorschulen aufgenommen;
nachdem sie diese absolviert haben, werden sie in der Haupt
bergschule zu Saarbrücken zu Werksbeamten herangebildet.
Jur entsprechenden Ausbildung für die weiblichen Berg—
mannskinder werden von der Bergverwaltung die vom Saar—
brücker Knappschaftsverein in den 1860er und 1870er Jahren
ins Leben gerufenen Industrieschulen (gegenwärtig 11) in den
Bergmannsdörfern unterhalten, worin durchschnittlich 200 Mäd—
chen im Alter von 14416 Jahren unentgeltlicher Unterricht,
insbesondere im Anfertigen von Frauen- und Kinderkleidern
und Leibwäsche erteilt wird.
Einzelne Berginspektionen haben in den letzten Jahren
für die Bergmannstöchter sechswöchentliche Koch- und Haus⸗
haltungskurse eingerichtet, wozu der Fiskus die erforderlichen
Räumlichkeiten und den erforderlichen Kochbedarf neben unent—
geltlichem Unterricht zur Verfügung stellte.
Auch die seit 1867 vom Knappschafts Verein gegründeten
Kleinkinderschulen werden nunmehr von der Bergverwaltung
direkt unterhalten: gegenwärtig sind deren 17 vorhanden, die
durchschnittlich von 2500 Kindern besucht werden. Es dürfte
aber für die Zukunft zu erwägen sein, ob es zweckmäßig sei,
den Müttern oft ganz ungerechtfertigter Weise die Sorge für
die Kleinen abzunehmen.
Zur Ausbildung derjenigen jungen Leute, welche Liebe
zur Musik haben, läßt die Bergverwaltung auf jeder Berg⸗
inspektion durch ihre Kapellmeister Musikunterricht erteilen: die
besten Schüler werden in die Musikkorps eingereiht, die aus
etwa je 40 Mann bestehen.
Ein näheres Eingehen auf die Entwickelung und das
Wirken des Knappschafts-Vereins würde über die Grenzen des
Themas hinausgehen, da die Knappschafts-Vereine heute im
Wesentlichen nur mehr Organe der stantlichen Kranken- und