ralunkosten, mußten natürlich drückend auf die Gestaltung der
Jahreslöhne wirken, wie weiter unten aus einer Tabelle näher
zu ersehen ist. Es könnte daher höchstwahrscheinlich eine wei—
tere Verkürzung der Schichtdauer ohne wesentliche Verminde—
rung der Jahreslöhne nicht erfolgen.
Außerdem ist ein Bedürfnis für eine weitere Herabsetzung
der Atbeitszeit gar nicht vorhanden, da die Arbeitsverhältnisse
„vor Ort“ bei den meist verhältnismäßig geringen Teufen der
Gruben und der guten Wetterführung ganz Aünstige sind, so—
daß von einer Verkürzung der Schichtdauer im Ganzen kaum
eine Erhöhung der Arbeitsleistung in der Jeiteinheit zu hoffen
wäre.
Die Gestaltung der Löhne der Bergarbeiter im Saarrevier
zeigt keine wesentliche Abweichung von denen der übrigen Kohlen—
reviere Deutschlands. Für die Höhe derselben bestimmend waren
vor Allem auch hier die Kohlen- und die Lebensmittelpreise.
Die Durchschnittslöhne für die gesamte Belegschaft vermögen
kaum ein richtiges Bild zu liefern, da gerade das Vergeben
der Arbeiten im Gedinge zu einer weitgehenden Individuali—
sirung derselben führt. Immerhin haben sie doch ein selbst—
ständiges Interesse und mögen hier für die JZeit von 1890 bis
1899 aufgeführt werden.
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1
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