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Sind wir noch alle lebend,
Wer heute vor dem Jahr,
In Lebensfülle strebend,
Mit Freunden froͤhlich war?
Ach, Mancher ist geschieden
Und liegt und schlaͤft in Frieden.
Denkt sein und wünschet Ruh' hinab
In unfrer Freunde stilles Grab!
Denkt sein und wuͤnschet Ruh' hinab
In uns'rer Freunde stilles Grab!
Wer weiß, wie mancher mobert
Um's Jahr, versenkt in's Grab!
Unangemeldet fordert
Der Tod die Menschen ab.
Trotz lauem Fruͤhlingswetter,
Weh'n oft verwelkte Blätter,
Wer von uns nachbleibt, wuͤnscht dem Freund
Im stillen Grabe Ruh', und weint.
Wer von uns nachbleibt, wuͤnscht dem Freund
Im stillen Grabe Ruh', und weint.
Der gute Mann nur schließet
Die Augen ruhig zu;
Mit frohem Traum versuͤßet
Ihm Gott des Grabes Ruh.
Er schlummert kurzen Schlummer
Nach dieses Lebens Kummer;
Dann weckt ihn Gott, von Glanz erhellt,
Zur Wonne seiner bessern Welt.