5
Drum ward uns ein fröhlicher leichter Muth
Zugleich mit dem Leben geboren.
Die zerstörende Sucht nach eitlem Gut
Ging uns in der Tiefe verloren.
Das Gefühl nur für Vaterland, Lieb' und Pflicht
Begräbt sich im Dunkel der Erde nicht.
Und bricht einst der große Lohntag an,
Und des Lebens Schicht ist verfahren;
Dann schwingt sich der Geist aus der Tiefe hinan,
Aus dem Dunkel der Schächte zum Klaren,
Und die Knappschaft des Himmels nimmt ihn auf,
Und empfängt ihn jauchzend: Glück auf! Glück auf!
Theodor Körner.
2.
Bergreigen.
A uf den Bergen da grünet der Wald,
Blüuhen die Blumen mannigfalt,
Laue, labende Luͤfte wehn—
Auf den Bergen da ist's so schön!
In den Bergen ist's schaurig und lkalt,
Bluͤhet kein Fruͤhling und grünet kein Wald:
Aber es blühet darin eine Blum'
Meines Saarthals Segen und Ruhm.