85
Darum in ernster Stunde,
An dieses Grabes Rand,
Gelobt mit Herz und Munde,
Und reicht darauf die Hand:
Nicht soll sein Name schwinden,
Fuͤr ihn die Liebe nicht,
Bis wir ihn wiederfinden
Umstrahlt von reinerm Licht.
C. Stegmayer.
55.
Am Grabe eines alten braven Bergmanns.
Haß nun deine Schichten all' verfahren,
Guter Bruder, feierst ewig nun,
Und dein Leib, von Arbeit, wie von Jahren
Abgemüdet, wird. jetzt stille ruh'n;
Süßer ruh'n im Mutterschooß der Erde,
Während daß dein Geist zur Höhe dringt,
Und befreit von Sorge und Beschwerde
Auf in's sel'ge Freudenreich sich schwingt.
Wo er in Gecsellschaft edler Geister,
Die, wie er, des Lebens Schicht gethan,
Vor der Welten großem Herrn und Meister
Sich der Treue Lohn dann freuen kann.
Wo er nicht von centnerschweren Wänden,
Die der Fels ihm oft so nahe warf,