Full text : Liedersammlung für die Saarbrücker Knappschaft

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Dann sind wir geschützt und geborgen.
Denn wem auch die Welt, die entflammte, gehört,
Nie wird in der Tiefe der Frieden gestört.

Zwar ist uns wohl manch gräßlicher Streit
Im Dunkel der Schächte gelungen;
Wir haben die Nacht von Geistern befreit,
Und den mächtigen Kobold bezwungen,
Und bekämpft das furchtbare Element,
Das in bläulicher Gluth uns entgegen brennt.

Zwar toben uns tief, wo nichts Menschliches wallt,
Die Wasser mit feindlichem Ringen.
Doch der Geist überwindet die rohe Gewalt,
Und die Fluth muß sich selber bezwingen.
Gewaͤltigt gehorcht uns die wogende Macht,
Und wir nur gebieten der ewigen Nacht.

Und still gewebt durch die Felsenwand
Erglänzt das Licht der Metalle;
Und das Fäustel in hochgehobener Hand
Saust herab mit mächtigem Schalle;
Und was wir gewonnen im nächtlichen Graus,
Das ziehen wir fröhlich zu Tage heraus.

Da jagt es durch alle vier Reiche der Welt,
Und jeder möcht' es erlangen;
Nach ihm sind alle Sinnen gestellt,
Es nimmt alle Herzen gefangen;
Nur uns hat nie seine Macht bethört,
Und wir nur erkennen den fluͤchtigen Werth.
            
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