Theodor Körners Berglied.
Glaͤ auf! Glück auf! in der ewigen Nacht;
Glück auf! in dem furchtbaren Schlunde.
Wir fahren hinab in den felsigten Schacht.
Zum erzgeschwängerten Grunde.
Tief unter der Erde von Grausen bedeckt,
Da hat uns das Schicksal das Ziel gesteckt.
Da regt sich der Arm, der das Fäustel schwingt;
Es oͤffnen sich furchtbare Spalten,
Wo der Tod aus tausend Ecken uns winkt,
In gräulichen Nebelgestalten,
Und der Knappe wagt sich muthig hinab,
Und steigt entschlossen in's finstere Grab.
Wir wanbern tief, wo das Leben beginnt,
Auf nie ergründeten Wegen.
Der Gänge verschlungenes Labyrinth
Durchschreiten wir kuͤhn und verwegen.
Wie es oben sich regt im Sonnenlicht,
Der Streit uüber Tage bekümmert uns nicht.
Und wenn sich Herrscher und Völker entzwei'n
Und dem Ruf der Gewalt nur gehorchen,
Und Nationen im Kampf sich bedräu'n,