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29.
Bergmanns Trinklied.
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Begrůßet, o Freunde, den goldenen Wein
Mit des Liedes geselligen Toͤnen,
Wir sitzen beisammen im trauten Verecin
Und wollen das Fest uns verschönen.
Auf! nehmet die Gläser und singet und trinkt,
Da der Morgen uns wicder zur Arbeit winkt.
Der Bergmann fährt in den dunkeln Schacht,
Wo die Gnomen, die düͤsteren, walteu.
Dort sieht er der Erze verschlossene Pracht,
Und schauet die Wundergestalten.
Was tief in verborgenen Gängen bricht,
Durch den Bergmann kommt es ans Sonnenlicht.
Das Gesetz, nach welchem des Schöpfers Hand,
Den Bau der Erde gegründet;
Und das Porphyrgebirg' — das Rebenland
Und die Wiesenmatten gegründet!
Der Bergmann erforscht es, und wägt und mißsit,
Bis er wieder der Schöpfung Schöpfer ist.
Von dem goldenen Reif, der den König ziert,
Bis zur blendenden Sichel des Schnitters;
Von dem Pflugschaar, welchen der Landmann führt,
Bis zur Demantklinge des Ritters;
Es ist keine Waffe so klein und so groß,
Wir holen sie erst aus der Erde Schooß.