Full text : Liedersammlung für die Saarbrücker Knappschaft

53

Aus unsern Händen kommt's Erz noch so rein:
Die Perle des Schweißes, sie kann's nicht eutweihn.
Gluͤck auf! ic.

Bald aber bemeistert sich seiner die Wuth,
Bald kleben am Erze viel Thräuen und Blut,
Und hat es dem Menschen Verderben gebracht,
Verschlingt es die Welle, sinkt's wieder in Schacht.
Glück auf! ꝛ⁊æc.

Drum wäre wohl unscr Gewerbe nicht gut,
Da soviel auf unserem Fleiße beruht,
Wenn nicht auch der denkende Menschenverstand
Viel Nutzen vom Erze zu ziehen erfand.
Glück auf! ꝛc.

So fahren wir nieber mit Treue und Muth
Und machen die schimmernden Erze zu gut,
Und macht dann ein Bruder auf ewig die Schicht,
So üben wir trauernd am Grab' unsre Pflicht.
Gluͤck auf! ꝛc.

Da nehmen die Eugel ihn sanft in den Arm,
Da schlummert er ruhig und ferne von Harm,
Bis Gott mit dem Schlägel der Ewigkeit weckt
Und liebend die Arme entgegen ihm streckt.
Glüͤck auf! ꝛc.

Wir steigen vom Dunkel zum Lichte empor,
Und schließt sich auf ewig das irdische Thor,
            
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