Full text : Rechtwinklige Coordinaten der Dreiecks- und Polygonpunkte im Bezirke der Königlichen Bergwerksdirektion Saarbrücken

XIII
auch die sämmtlichen, nach Fußmaaß bestimmten Berghorizontalen neu
aufgenommen werden mußten. Diese umfangreiche Arbeit hat unter den
vorhin angegebenen Schwierigkeiten einen Zeitraum von fast 10 Jahren
in Anspruch genommen, indem dieselbe im Anfang der siebziger Jahre
hegonnen und im Anfange der achtziger vollendet wurde.
Es galt zunächst, an Stelle der alten Einzelrisse, welche zwar
gleichen Maaßstab (1: 1600) aber je nach dem Streichen der betr. Flötze
verschieden orientirte Quadratnetze, also keinen Zusammenhang hatten,
Risse herzustellen, welche diesen Zusammenhang in einem gemeinsamen
Quadratnetz und in gleichmäßiger, in dem Quadratnetz durch stärkere
Linien markirten Rißplattenform enthielten.
Sodann mußte vor allem dafür gesorgt werden, daß dem Ganzen
durch genaueste trigonometrische und pPolygonometrische Messungen eine
cichtige geometrische Grundlage gegeben wurde. Zu dem Ende wurden
die von der Landesaufnahme im ganzen Bezirke aufs Genaueste be—
stimmten und versteinten Dreieckspunkte 2. 3. und 4. Ordnung als
grundlegende Punkte angenommen und an diese kleinere Dreiecks—
und vielfache Polygonmessungen und an letztere wiederum die Poly—
gonmessungen in den Gruben angeschlossen. Schwierigkeiten boten hier—
bei die an einigen Stellen bestehenden, durch Gesammtdruck verursachten
Bodenbewegungen, wodurch einige der betr. Polygonpunkte nicht genau
und zwar innerhalb der Grenzen von O bis 192 mm bestimmt werden
konnten. Dies veranlaßte, sowohl zur Fixirung der grundrißlichen, als
auch der Höhenlage aller im Direktionsbezirke befindlichen Polygon—
punkte und zur zeitweisen Controle derselben, einigeunverrückbare, über
unverritztem Grubenfelde befindliche Festpunkte als Fundamentalpunkte
anzunehmen.
Was die specielle Anordnung der neuen Risse betrifft, so ist noch
folgendes zu bemerken:
Die frühere Plattenform hatte sich als zu klein erwiesen, es wurde
daher eine neue Form von 80 em Länge und 60 em Breite ange—
nommen. Diese Form ist bei den Fundamentalrissen durchweg einge—
führt, bei den Gebrauchsrissen ist nur insofern davon abgewichen, als
in einigen Fällen bei großer Flächenausdehnung der betr. Risse je zwei
Platten durch untergeklebtes Leinen verbunden und mittelst einer frei
gelassenen Fuge zusammen geklappt werden können.
Dem Quadratnetz wurde das generelle Streichen der Flötzgruppen
zur Längsrichtung gegeben. Es ist dies dasselbe Netz, welches den hier
aufgeführten Coordinaten zu Grunde liegt. Die Längen und Breiten
des Netzes zählen von dem Coordinaten-Nullpunkt (Schacht III, Heinitz)
            
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