Full text : Rechtwinklige Coordinaten der Dreiecks- und Polygonpunkte im Bezirke der Königlichen Bergwerksdirektion Saarbrücken

XII
berichtigt und mit einem neuen, von 5 zu 5 mm zählenden Horizontalennetz,
sowie mit wichtigen geognostischen und bergmännischen Einzeichnungen
dersehen worden.
Von der oben beschriebenen, neu bearbeiteten Revierkarte, 1: 10000,
sind bis jetzt 4 Blatt, nämlich Blatt v. d. Heydt, Quierschied, Saar—
bhrücken und Reden ganz fertig, die andern sechs sind in Arbeit. Die
heiden ersten Blatt, v. d. Heydt und Quierschied, sind gegenwärtig in
je 300 Exemplaren von Bogdan Gisevius in Berlin lithographirt,
der Druck der andern Blatt wird in je 300 Exemplaren innerhalb der
nächsten 2 Jahre erfolgen. Diese Karten enthalten neben der colorirten
Zeichnung der Grubenbaue und dem erforderlichen geognostischen Detail
eine vollständige Darstellung der Oberflächenverhältnisse durch Situations—
und Horizontalen-Zeichuung. An den Rändern der Karte sind die
nöthigen speciellen Erläuterungen und Profile angebracht. Zu den voll—
ständigen Druckexemplaren dieser Karte wird noch eine Anzahl bloßer
Schwarzdruckexemplare angeschafft werden, welche zu den verschiedensten
Betriebszwecken verwendet und schließlich zur Herstellung einer generellen
Karte vom ganzen Bezirk im Maaßstabe 1: 50000 benutzt werden können.
Das Quadratnetz entspricht nicht der Meridianrichtung, sondern schließt
sich dem neuen für die Specialrisse angenommenen Netzsystem in der
Weise an, daß jede kleinste Quadratnetzfigur eine ganze Platte des Funda—
nentalrisses repräsentirt.
Die Erneuerung der Flötzkarte von 1864 geschah 1882. In letz—
terem Jahre wurde eine aus 4 Blatt bestehende „große Flötzkarte“
im Maaßstabe 1: 25000 nebst den zugehörigen 3 Blatt Profilen, sowie
eine aus je einem Blatt Grundriß und Profil bestehende „kleine Flötz—
karte“ im Maaßstabe 1: 50000 durch Aubeldruck vervielfältigt und
statt der alten Flötzkarte in Gebrauch genommen. Das Quadratnetz
dieser neuen Flötzkarte ist wie das der alten nach dem Meridian orientirt.
Die Umarbeitung der speiellen Risse, der Grubenbilder, betreffend,
ist zu bemerken, daß hierzu nicht allein eine neue geometrisch genaue
Grundlage, sondern auch eine vollständige Neumessung des ober- und
unterirdischen, in den alten Rissen im Laufe der Zeit in hohem Grade
unbrauchbar gewordenen Details, erforderlich war. Bei der großen
Ausdehnung und dem raschen Fortschreiten des Grubenbetriebes mußte
diese Arbeit neben dem einstweiligen Beibehalten und Nachtragen der
alten Risse eine längere Zeit in Anspruch nehmen, um so mehr, als
gleichzeitig zufolge der neuen Maaß- und Gewichts-Ordnung statt des
alten Lachtermaaßes das Metermaaß allgemein eingeführt wurde und
nicht allein die bereits vorhandenen Coordinaten umgerechnet, sondern
            
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