Full text : Rechtwinklige Coordinaten der Dreiecks- und Polygonpunkte im Bezirke der Königlichen Bergwerksdirektion Saarbrücken

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1840, 1848 und 1854, erhielt das Rißwesen wesentliche Umgestaltung. Statt
der alten Rollrisse wurden Plattenrisse, statt der bisherigen noch mangel—
haften Zeichnungsart eine mehr nach festen Regeln geordnete eingeführt.
Die einzelnen Rißplatten waren 24“ lang und 18“ breit und bestanden
aus dickem, unten mit Leinen, oben mit Zeichnenpapier überzogenem
Pappdeckel. Einem Theile der Grubenrisse, besonders dem zum Gebrauch
der Betriebsführer dienenden, wurde eine zusammenlegbare Plattenform
gegeben.
Bei der Bezeichnung der Risse hielt man eine gewisse Folge von
ineinander übergehenden Farben für die aufeinander folgenden Sohlen
an, den Abbau bezeichnete man allgemein durch Kreuzschraffur, und die
Profile wurden auf besondere Rißplatten gezeichnet. Allein auch diese
Anordnung konnte den der fortschreitenden Erweiterung des Grubenbe—
triebs entsprechenden Bedürfnissen nicht genügen.
Während der dienstlichen Thätigkeit des Verfassers, von 1856 an
bis jetzt, ist das Rißwesen allmählich einer vollständigen Umarbeitung
unterworfen worden.
Was zunächst die generellen Karten betrifft, so wurden für
den ganzen Bezirk, statt der alten, damals noch in Gebranch befindlichen
Schulze'schen Uebersichtskarten, zwei Exemplare einer neuen Ueber—
sichtskarte, der sogenannten „Kevierkarte“, das eine im Maaßstabe
1: 4000 in 84 Blatt, das andere im Maaßstabe 1: 10000 in 26 Blatt
aus dem Material des neueren Katasters angelegt, durch Einzeichnen
des Grubenbaues und der Berghorizontalen vervollständigt und von Jahr
zu Jahr nachgetragen.
Die Längsseite der Blätter dieser beiden Kartenexemplare stimmt
mit der Ost-West-Richtung, die Breitseite mit der Meridianrichtung überein.
Sodann erfolgte die Anfertigung einer damals noch fehlenden
Flötzkarte des ganzen Bezirks (1 Blatt Grundriß und 1 Profilblatt),
welche im Maaßstabe 1: 40000 gezeichnet und von Justus Perthes
in Gotha 1864 gedruckt und verlegt wurden. Auch diese Karte ist in
der Breitenrichtung nach dem Meridian orientirt.
Beide letzteren Kartenwerke sind im Laufe der Zeit erneuert, nur
das eine Exemplar der Revierkarte, 1: 10000, ist außer Gebrauch ge—
kommen und durch ein ganz neu bearbeitetes, bis jetzt erst zum Theil
fertiges, ersetzt worden. Letzteres Exemplar wird in 2 Jahren fertig
sein und dann vollständigen Ersatz bieten.
Derjenige Theil der Revierkarte, 1: 4000, welcher den fiskalischen
Steinkohlenbergbaubezirk deckt, ist von den Fehlern des Katasters befreit,
überhaupt auf Grundlage der in diesem Werk befindlichen Coordinaten
            
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