Full text : Untersuchung der ausziehenden Wetterströme in den Steinkohlen-Bergwerken des Saarbeckens

Untersuchung der ausziehenden Wetterströme in den Steinkohlen-Bergwerken des Saarbeckens.

gesuchten Volumens Quecksilber und aus diesem und der Temperatur des Quecksilbers lässt sich leicht das
Volumen selbst berechnen. —
Der Volumenfehler, welcher durch einen Fehler bei der Ablesung des Quecksilberstandes im
Eudiometer verursacht wird, hängt ausser von der Grösse des letzteren noch ab von der Grösse des
Volumens und von der Höhe des Druckes, unter welchem sich das Gas befindet. So berechnen sich die
Volumenfehler für einen Ablesungsfehler von 0,1 mm. bei 750 mm. Barometerstand und bei den verschiedenen
 Quecksilberständen im Eudiometer und in der Wanne, wie folgt.

Quecksilberstand
in der Wanne und im Eudiometer:
250 mm. 100 mm.
250 - 200 -
700 200
700 1400
700 500
‚000 400
‚000 600
000 300

Volumenfehler:

0,117 pCt.
0,064
0,090
0,047
0,032
0,092
0,046
0.080

Geringer ist der Volumenfehler, welcher aus einem Fehler von 0.1 mm. in der Ablesung der
Quecksilbersäule des Barometers oder des Quecksilberniveaus in der Wanne entsteht. Für denselben erveben
 sich die folgenden Werthe.

Quecksilberstand
in der Wanne und im Eudiometer:
250 mm. 100 mm
250 - 200 =
700 - 200
700 100
700 500
1000 400
1000 000
1000 800

Yolumenfehler:

0,017 pCt
0,014
0,040
0,022
0,015
0,067
0,029
0,013

Die beiden vorstehenden Zahlenreihen lehren uns, dass man, um einen etwaigen Ablesungsfehler möglichst
 unschädlich zu machen, nicht nur längere Eudiometer anwenden muss, sondern mehr noch darauf zu
achten hat, dass dieselben möglichst tief mit Gas gefüllt werden. So übertrifft der Volumenfehler bei
einem bis auf 600 mm. gefüllten, 700 mm. langen Rohre kaum noch denjenigen in einem bis auf 800 mm.
gefüllten, 1000 mm. langen Rohre. Beachtet man nun noch, dass man, um den nöthigen Raum für das
später einzuleitende Knallgas und Wasserstoffgas übrig zu behalten, die 1000 mm. langen Eudiometer nur
bis auf etwa 800 mm. füllen darf, während die 700 mm. langen Eudiometer eine Füllung bis auf 550 mm.
gestatfen, so wird man den ersteren, welche ausserdem noch so schwierig zu handhaben sind, kaum noch
einen Vorzug geben. Ich wende aus diesem Grunde stets Eudiometer von 700 mm. Länge an. Auch für
die Absorption der Kohlensäure bediene ich mich schon seit längerer Zeit 700 mm. langer Röhren statt
der sonst gebräuchlichen von 250 mm. Länge. Hierbei ist dann freilich zur vollständigen Absorption eine
bedeutend längere Zeit erforderlich, und bin ich auch genöthigt, da ein Ueberfüllen des Gases aus den langen
Absorptionsröhren in die Eudiometer nicht gut ausführbar, die Absorption und die eudiometrischen Bestimmungen
 an zwei verschiedenen Portionen des zu untersuchenden Gases vorzunehmen. -
Doch auch bei der Anwendnng langer Röhren würden die oben erwähnten Volumenfehler, besonders
            
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