Untersuchung der ausziehenden Wetterströme in den Steinkohlen-Bergwerken des Saarbeckens. 47
In gleicher Weise ist die Berechnung für alle übrigen Intervalle auszuführen. Nur auf das erste
und letzte Intervall (di und d,_,) sind die obigen Formeln nicht anwendbar, weil sie die Kenntniss sowohl
des vorhergehenden, wie auch des nachfolgenden Intervalles erfordern, welche bei di und d,_, nicht vorhanden
ist. Man muss für diese beiden Intervalle den Zuwachs des Zuwachses als eine constante Grösse
ansehen, wodurch freilich die Rechnung erleichtert, aber auch eine geringere Annäherung erzielt wird, Für
die Berechnung ergeben sich alsdann die folgenden Formeln:
— 1 — ii —
5 DC 72 DD}
A, — (6, — 7) D, ;
* OD, — DD, )s
ad
‚X {2 Te — 38 Ip“ (d, +1) D,
S (6-7. )D,
' = 1 OD, —D
Yan N Yan)
Die Berechnung der Kaliber- Tabellen nach der obigen Angabe ist freilich etwas verwickelt; ich
habe mich aber gerne dieser zeitraubenden Arbeit hingegeben, weil ich der Veberzeugung bin, dass ohne
dieselbe bei der gasometrischen Analyse keine für die Untersuchung der ausziehenden Wetterzüge genügende
Genauigkeit zu erwarten ist.
Anhang II,
1. Analyse einer kohlenwasserstoffreichen Grubenluft.
Das Gas wurde im Bremsberg No, 1. östlich auf Flötz Thiele in der 1. Tiefbausohle der Grube
Heinitz eingesammelt. In den Wettern des Bremsberges zeigte sich die Flamme der Sicherheitslampe lanpgzugespitzt
und von blauer Hülle umgeben.
3aah. Va]
Portion I.
Angewandtes Vol. (feucht) . . .
Nach Absorption der CO, (trocken)
Nach Absorption des © (trocken)
Portion Il.
Angewandtes Vol. (feucht) .
Nach der Verpuffung - 2...
Nach Absorption der CO, (trocken)
Hieraus ergibt sich für die Wetter die Zusammensetzung:
N — 77,272 pC£.
O0 =— 17,942
CO2 =— 0,409
CH, = 4,514
C,H: — 0.0638
Druck
687,13
698,50
366.90
449,53
129,60
122,40
Temperatur
3,79
5,80
280
3,7°
6,0°
2,89
Corrig. Vol,
28,135
28,020
22,972
38,156
34.651
32.796