Untersuchung der ausziehenden Wetterströme in den Steinkohlen-Bergwerken des Saarbeckens.
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die zur Zeit nöthigen Wettermengen, so ergeben sich die Werthe, welche nachfolgend mit den wirklichen
Wettermengen aufgeführt sind.
Wirkliche Wettermenge.
1. Grube Albertschacht M = 481 cbm,
A. 442
3, 978
417
211
301
235
295
88
32
529
621
369
1050
761
218
793
"58
05
Es wird demnach bei dem Wetterstrome No. 19 durch den Sauerstoff- Verlust, bei den Wetterströmen
No. 13, 16 und 17 durch die Kohlensäure-Aufnahme und bei den No. 1, 2, 6, 9 und 10 durch die Grubengas-Aufnahme
eine grössere Wettermenge verlangt, wie sie wirklich besitzen. Besonders bleibt beim Wetterstrome
No, 1 die wirkliche Wettermenge erheblich hinter der verlangten zurück, und es ist wohl nur der
dort stattfindenden ganz vorzüglichen Führung und Ausnutzung des Wetterstromes zu danken, dass die verhältnissmässig
geringe Wettermenge keine Nachtheile bringt. ;
Schliesslich will ich noch besonders hervorheben, dass es mir selbst sehr fern liegt, zu glauben,
es sei durch die vorliegende Arbeit die in Frage stehende Aufgabe irgendwie genügend gelöst. Eine
zuverlässige Ermittelung der nöthigen Wettermengen wird erst dann möglich sein, wenn einentheils die
zulässigen Grenzwerthe der Verschlechterung genauer festgestellt, anderentheils die Veränderlichkeit des
chemischen Temperamentes und ihre Gesetze, welche hier nur angedeutet und gleichsam als Vermuthungen
hingestellt wurden, durch viele Untersuchungen hinreichend begründet oder umgestossen und durch neue
arsetzt sein werden.
| Wenn ich nun bei dieser Ueberzeugung die Arbeit schon jetzt der Oeffentlichkeit übergebe und
selbst Schlüsse aus den wenigen Resultaten ziehe, so geschieht dies, weil ich der Ansicht bin, dass selbst
eine geringe Aufklärung des Gegenstandes gegen das Dunkel, in welches er bisher gehüllt, ein wesentlicher
Fortschritt sein wird, mehr aber noch in der Hoffnung, dass sich dadurch wenigstens einzelne meiner
Collegen, denen dazu Gelegenheit geboten ist, veranlasst sehen mögen, durch ähnliche Untersuchungen
fördernd in die Sache einzugreifen, Und gerade jetzt, wo in allerjüngster Zeit die leider so sehr geringe
Kenntniss des Gegenstandes sich vielfach aufs traurigste fühlbar machte, bedarf es wohl nur der unbedeutendsten
Anregung, um zur Thätigkeit auf diesem Felde der Wissenschaft anzuspornen. Sollte mir dieses
durch die Arbeit gelungen sein, so würde ich die Mühe selbst dann nicht als eine vergebliche betrachten.
wenn durch weitere Forschungen die meisten oder gar alle darin gezogenen Schlüsse widerlegt und durch
Besseres ersetzt würden.