Full text : Untersuchung der ausziehenden Wetterströme in den Steinkohlen-Bergwerken des Saarbeckens

Untersuchung der ausziehenden Wetterströme in den Steinkohlen-Bergwerken des Saarbeckens.

Hiervon sind zu rechnen auf 48 Bergleute und 2 Pferde:
2,62 cbhm. O0 = Verlust,
2,03 - CO, = Aufnahme.
Mithin wird durch die Grube bewirkt:
22,01 cbm. O0 = Verlust,
—0,94 - CO,
20.92 - CH, } — Aufnahme,
ist:
5,37 cbm. 0 = Verlust,
—0,23 - CO, ;
510 - CH, | — Aufnahme.!)

and das chemische Temperament der Grube

a

11. Untersuchung.
Grube Sulzbach (d. 10. März 1874). — Einziger Wetterstrom.
Die Wetter fallen ein durch den Mellinschacht No. 2 und den Venitzschacht, durchstreichen die
3., 2. und 1. Tiefbausohle, sowie die Saar- und Venitzstollensohle des ganzen Grubenfeldes und münden im
Venitzstollen in den Wetterofen.
Länge des Wetterstromes — 50500 m.,
davon = 5500 - Querschlag
und — 45000 - Grundstrecke und Abbaufeld,
Zur Zeit der Probenahme arbeiteten 500 Bergleute und 12 Pferde auf dem Wege des Wetterstromes.
Temperatur über Tage — 2,6°,
- unter - = 144°
Barometerstand über - =— 7264 mm.

A. Anemomeitrische Messungen.
Geschwindigkeit in der Querschnittsmitte = 200,0 m. pro Minute.
Flächeninhalt des Beobachtungsquerschnittes — 3,5301)P-Näherungscoefficient:
 K — 0,75.
Wettermenge —= 528,90 cbm. pro Minute,
— 317340 - - Stunde.

B. Analyse.

Angewandtes Vol. (feucht). . . .
Nach Absorption der CO, (trocken)
Uebergefülltes Vol. (feucht).
Nach der Verpuffung
Nach Zulassen von H
Nach der Verpuffung

Beabh. Vol.

42,98
41,99
77,52
77,62
33,87
59,52

Druck

683,11
695,69
374,66
375,79
439,84
337,983

Temperatur

2,1°
1,8°
\n0
a
10%
0

Corrig. Vol.

29,137
29,020
28,760
28,676
40,400
292 999

’) Die auffallend geringe Menge CO, des Wetterstromes, welche nicht einmal das durch die Belegschaft gebildete Quantum
erreicht, möchte sich wohl daraus erklären, dass auf dem Wege des Stromes, welcher ein Brandfeld durchstreicht, ein grosser Theil
der Strecken ausgemauert und mit Kalk übertüncht ist. Auch mag wohl das Anemomeler einen so geringen Luftzug nicht genau
messen und daher die Wettergveschwindigkeit etwas grösser sein, als sie oben angegeben.
            
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