Untersuchung der ausziehenden Wetterströme in den Steinkohlen-Bergwerken des Saarbeckens.
C. Folgerungen.
Stündliche Totalverschlechterung
92,08 cbm. 0 — Verlust,
27,45 - CO,
43,79 - CH, | — Aufnahme.
Bergleute und 4 Pferde:
11,26 cbm. O0 = Verlust,
8,64 - CO, = Aufnahme.
Mithin wird durch die Grube bewirkt:
80,82 cbm. 0 — Verlust,
18,81 - CO,
43,79 - CH, \ — Aufnahme
und das chemische Temperament der Grube ist:
8,77 cbm. 0 =— Verlust,
2,04 - CO,
475 - CH, | — Aufnahme.
8. Untersuchune.
Grube Friedrichsthal (d. 25. Nov. 1875), — Wetterstrom im Flötze Motz.
Der untersuchte Wetterstrom bildet die Vereinigung zweier Theilströme, welche gemeinschaftlich
durch die einfallende Strecke No. 3 (Hauptwetterstrecke) zum Wetterofen ziehen.
Die Wetter des ersten Theilstromes fallen ein durch den ansteigenden Querschlag im Districte
Jungenwald, gehen durch die einfallende Strecke No. 7 auf dem Flötze Motz bis zur Saarsohle und
durchstreichen die Baue des genannten Flötzes in der Saar- und 1. Tiefbausohle bis zur Haupntwetterstrecke
Die Wetter des zweiten Theilstromes fallen ein durch den Hauptförderschacht No. 1 und durch den
Fahrschacht auf dem Flötze Motz, durchstreichen die Baue des Flötzes über der Saarsohle bis zum Bremsberg
No. 2, von wo sie durch die Wetterstrecke in die Grundstrecke der Zweidrittel-Sohle, und durch diese
in die Hauptwetterstrecke gelangen.
Länge des Wetterzuges.= 7965 m.,
davon — 590 - Querschlag
und = 7375 - Grundstrecke und Abbaufeld,
Zur Zeit der Probenahme arbeiteten 269 Bergleute und 31 Pferde auf dem Wege des Wetterzuges.
Temperatur über Tage = —0,5°,
unter - =— +199,,
A. Anemometrische Messungen.
Geschwindigkeit in der Querschnittsmitte = 98,9 m. pro Minute.
Flächeninhalt des Beobachtungsquerschnittes — 3,98 0”
Näherungsco&ffieient: K — 0,75.
Wettermenge — 295,22 cbm. pro Minute,
— 177130 - - Stunde.