Full text: Hundert Jahre Neunkircher Eisenwerk unter der Firma Gebrüder Stumm

von diesen Gaskraftmaschinen ohne irgend einen anderen 
Brennstoff betrieben werden kann und dabei auch noch 
reichlich elektrische Kraft für andere Zwecke übrig bleibt. 
Trotzdem der Maschine auch jetzt noch ein immer größerer 
Teil der zu leistenden Gesamtarbeit aufgebürdet wurde, war 
die Zahl der Hüttenleute abermals gewaltig gestiegen. Im 
Jahre 1905 beschäftigte die Firma in Neunkirchen selbst 
4491 Hüttenleute und in ückingen 551. In ihren Erz— 
gruben arbeiteten 1459 Bergleute, in ihren Kalkbrüchen 
in Herbitzheim in der Pfalz 27, in ihrer Kohlengrube 
Minister Achenbach 1700 Bergleute. Insgesamt beschäftigte 
die Firma also 8228 Mann, mit 18000 Angehörigen. 
Im Verlauf eines Jahrhunderts hatten vier Generationen 
des Hauses Stumm an der Entwicklung des Neunkircher 
Eisenwerkes gearbeitet. Aus einem Werke, das mit ein 
paar hundert Arbeitern schuf, hatte es sich in dieser Zeit 
zu einem Riesenbetrieb ausgestaltet, durch den mit Ein— 
schluß seiner Nebenbetriebe sechsundzwanzigtausend Menschen 
Brot fanden. Gewiß hatten die Verwendung des Koks 
zur Eisenverhüttung und das Thomasverfahren die beiden 
technischen Voraussetzungen gebildet, welche allein diese Riesen— 
entwicklung möglich gemacht hatten. Aber ohne die uner⸗ 
müdliche Tatkraft der Männer des Hauses Stumm wäre 
das Neunkircher Eisenwerk vermutlich bereits in der Zeit, 
in welcher die heimischen Erze versiegten, zum Erliegen 
gekommen. Ohne die machtvolle Persönlichkeit des Freiherrn 
Karl Ferdinand von Stumm wäre Neunkirchen niemals 
die Stätte geworden, auf die die deutsche Welt mehr als 
einmal bewundernd schaute. Die Männer des Hauses 
Stumm haben für Neunkirchen und seine engere und weitere 
Umgebung das größte geleistet, was Männer für ihr Volk 
überhaupt zu leisten vermögen. Mögen auch die Namen
	        
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