Full text: Hundert Jahre Neunkircher Eisenwerk unter der Firma Gebrüder Stumm

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Karl Friedrich Stumm 
1835-1848. 
Friedrich Philipp Stumm war der einzige der drei 
Gebrüder, welcher Erben hinterlassen hatte. Außer einem 
Sohn, Karl Friedrich, der schon seit 1824 Mitinhaber 
der Firma gewesen war, hatte er noch zwei Töchter, 
Charlotte und Henriette. Charlotte war die Gattin des 
Oberbergrats Heinrich Böcking. Kurz vor seinem Tode, 
am 17. Oktober 1735, übertrug ihr Vater ihren Söhnen 
Rudolf, Gustav und Eduard Böcking die Hunsrücker Hütten. 
Henriette war an einen Oberst von Strantz verheiratet. 
Nach dessen frühem Tode lebte sie in Neunkirchen in engster 
Fühlung mit der Familie Stumm und nahm bis zu ihrem 
Tode, 1871, den lebendigsten Anteil an den Schicksalen 
des Werkes und seiner Hüttenleute. Aus ihren eigenen 
Mitteln gründete sie die erste Kleinkinderschule für die 
Hüttenkinder. 
Das Neunkircher Eisenwerk ging ganz auf Karl Friedrich 
Stumm über, während der Anteil der Firma an der 
Dillinger Hütte gemeinsames Erbe der Geschwister blieb. 
Karl Friedrich war noch in Abentheuerhütte geboren, und 
zwar im Jahre 1798. Mit sechsundzwanzig Jahren war 
er in die Firma eingetreten. Er war vermählt mit Maria 
Luise Böcking, der Tochter eines Bruders des Oberbergrates 
Heinrich Böcking, namens Bernhard. Als er den alleinigen 
Besitz des Neunkircher Eisenwerkes antrat, war er sieben— 
unddreißig Jahre alt und stand allein einer Fülle schwerer 
Fragen gegenüber, die wohl geeignet waren, den tiefen Ernst 
seines Wesens noch mehr zu verdüstern. Eben stand der 
Koks im Begriffe, die Holzkohle im Hochofen und beim 
Frischfeuer Schritt für Schritt zu verdrängen. Die Firma
	        
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