Full text: Hundert Jahre Neunkircher Eisenwerk unter der Firma Gebrüder Stumm

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druck für die Formgebung des Eisens der stoßweisen Be— 
arbeitung unter dem Hammer überlegen sein müsse, das 
erste Puddlings- und Walzwerk des Saargebietes. Ein 
Bild von ihm ist auf dem Steindruck eines Schülerschen 
Bildes erhalten und als Abbildung V,8 und V, 4 wieder— 
gegeben. 1833 kam das Puddelwerk mit Steinkohle in 
Betrieb, und dadurch löste sich der erste selbständige Zweig 
der Eisenherstellung von der Holzkohle los und trat in 
engste Beziehung zu denjenigen Bodenschätzen des Saarge— 
bietes, an welchen es am reichsten war. 1821 war in 
unmittelbarer Nachbarschaft von Neunkirchen die Königs— 
grube eröffnet worden, sodaß die Kohlenversorgung der 
Hütte eine bequemere wurde. Der Walzwerksantrieb erfolgte 
durch Wasserkraft wie der Antrieb des Hammerwerkes. 
Noch stellte sich die Dampfmaschine viel zu teuer. Der 
Betrieb des Walzwerkes blieb zunächst auf Feineisen und 
Draht beschränkt. Selbst das Blech erzeugte noch nach wie 
vor der Hammer. 
Friedrich PhilippStumm erlebte die große Umwälzung 
nicht mehr, welche das allmählige Versagen der heimischen 
Erze und Wälder brachte. Er erlebte nicht einmal mehr 
den Uebergang zum vorwiegenden Koksmöller. Nach einem 
langen arbeitsreichen Leben mit großer Ernte, aber noch 
größerer Aussaat für die Zukunft, schloß er 1835 zu 
Saarbrücken seine Augen, der letzte seiner Generation.
	        
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