Full text : Das Gymnasium zu Saarbrücken

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Einnahmen.

Staatszuschuß . . W774 1500 Taler’)
Einkommen des Direktors Zimmermann als
Superintendent . . 0.000001... 438
Einkommen des Lehrers Messerer als Pfarrer 279
Zuschuß des Stifts] . . .. ‚+ 756
Bisheriger Zuschuß der Stadt .... 2. 310
Einkommen von den Schülern (je 36 Fres.) . 317
Summa 3600 Taler.
In der Voraussetzung, daß die wegen der Lage und der
Handelsverhältnisse der Stadt so wichtige französische Sprache
wenigstens als wahlfreies Fach weitergelehrt werde, beschloß
der Magistrat, die fehlenden 840 Taler aus städtischen Mitteln
zuzuschießen, so daß der Gesamtbeitrag von jetzt an 1150 Taler
betrug, und dem Ministerium seine Dankbarkeit für die gewährte
 Unterstützung auszudrücken. Im Jahre 1820 wurde
eine besondere (Gymnasialkasse eingerichtet und ihre Verwaltung
 dem Gymnasiallehrer und Pfarrer Messerer übertragen,
während ein Gymnasialverwaltungsrat die Aufsicht führte. So
war die Schule auf eine sichere finanzielle Grundlage gestellt.
Die wissenschaftliche Bedeutung des Gymnasiums wurde durch
die Berufung tüchtiger Lehrkräfte gehoben. Im Jahre 1822
traten der Oberlehrer Bahrdt vom Gymnasium in Aachen und
der bisherige Privatdocent an der Berliner Universität Dr. Immanuel
 Hermann Fichte, ein Sohn des Philosophen und
Patrioten Johann Gottlieb Fichte, in das Kollegium ein. Bahrdt
übernahm den Unterricht im Griechischen und in der Mathematik,
 Fichte im Latein in den beiden neu errichteten oberen
Klassen. Der konfessionelle Charakter der Schule blieb erhalten
und wurde durch die Bezeichnung »evangelisches Gymnasium«
ausgedrückt.
Mittlerweile hatte die Schule ihre neue Heimstätte bezogen.
 Die Kosten des Umbaus der reformierten Kirche
zum Schulhaus beliefen sich auf 6500 Taler, eine Summe, die
durch den Verkauf der beiden städtischen Schulhäuser und
einen Beitrag des Stifts im Betrag von 500 Talern gedeckt
wurde. Das neue Gymnasium wurde im Herbst 1820 durch
» Der Staatszuschuß wurde später auf 1850 Taler erhöht.
?) Das Stift erhöhte den Zuschuß später auf 860 Taler und gab
außerdem zwei seiner Häuser als Dienstwohnungen für den Direktor und
die Lehrer, indem es auch alle Reparaturen an diesen Häusern übernahm.

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